Ware bezahlt und nie erhalten Lieferprobleme bei Online-Händler TopD

LUZERN - Einige Kunden des Luzerner Online-Händlers TopD warten seit Mitte August auf ihre Ware. Der Firmeninhaber ist nicht erreichbar.

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Die Firma TopD ist weder für Kunden noch für Medien erreichbar. topd.ch

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Hanspeter Hirt (62) ist stinksauer. Mitte August bestellte er beim Luzerner Online-Händler TopD Grafikkarten und Zubehör für seine Fotokamera im Wert von mehr als 300 Franken. Doch: «Die Ware ist bis heute nicht da», ärgert sich Hirt.

Er sei bis anhin ein zufriedener Kunde gewesen. «Doch nun ist da irgendetwas faul.» Bisher habe Hirt die bestellte Ware in wenigen Tagen erhalten. Als das dieses Mal nicht der Fall war, versuchte er den Händler zu kontaktieren. Doch dort nimmt niemand den Anruf entgegen. Auf Mails reagiert TopD ebenfalls nicht.

Firmeninhaber unauffindbar

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Auf dem Preisvergleichsportal «toppreise.ch» zeigt sich, dass es neben Hirt viele weitere Betroffene gibt. Alle berichten von ausstehenden Lieferungen und vergeblichen Versuchen, die Firma zu kontaktieren.

BLICK versuchte ebenfalls, Roland Bernet zu erreichen. Er ist laut Handelsregister einziger Zeichnungsberechtigter der TopD AG. Doch weder telefonisch noch per Mail antwortet er auf die Anfrage. Bernet ist noch in weiteren Firmen im Raum Luzern engagiert. Auch unter deren Kontakt ist er nicht zu erreichen.

Nachfrist setzen und abwarten

Was Hirt ganz besonders wurmt: Der Kaufbetrag wurde ihm auf der Monatsrechnung bereits belastet. «Wenn die Ware nicht kommt, dann ist das glatter Betrug!»

Sara Stalder (49) von der Stiftung für Konsumentenschutz empfiehlt in solchen Fällen, dem Händler eingeschrieben eine Mahnung zuzustellen. Gleichzeitig sollte der Kunde eine Nachfrist setzen, innert welcher der Händler die Ware noch liefern kann. Sollte die Nachfrist ablaufen, kann der Kunde entweder weiterhin auf eine Lieferung bestehen und allenfalls Schadenersatz für die Verspätung verlangen, oder er kann vom Kaufvertrag zurücktreten.

Am Schluss bleibt die Klage

Wichtig: Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) lesen. Darin könnten Klauseln einen Rücktritt vom Vertrag bei Lieferverzögerungen verbieten. Wer mit Kreditkarte bezahlt hat, kann seinen Kreditkartenanbieter kontaktieren, der den Betrag bei Nichtlieferung in gewissen Fällen zurückerstattet. Bleibt alles ohne Erfolg, dann sollte der Kunde den Händler verklagen.

Genau das hat auch Hanspeter Hirt vor. «Im letzten Mail an TopD habe ich mitgeteilt, die Firma anzuzeigen, falls ich die Ware in den nächsten Wochen nicht erhalte.»

Publiziert am 09.09.2016 | Aktualisiert am 20.09.2016
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8 Kommentare
  • Andy  Schenk aus Schüpfheim
    10.09.2016
    Ich kenne den Herrn der diese Firma in den letzten 5 Jahre aufgebaut hat sehr gut. Er wurde von diesem Herrn Rausgeschmissen. Schon damals sagte er mir, das die Firma mit ihm nicht überleben kann, da er keine Ahnung vom Geschäft hat
  • Tom  Crowhill , via Facebook 09.09.2016
    Topd hat ja schon reagiert und eine Stellungnahme verfasst! Sehr erklärend! Damit dürfte vieles aufklaren. Man will sich eben von einigen Vertriebspartner trennen. Verständlich! Geld wird offenbar an betroffene Kunden zurücküberwiesen!
  • Tom  Crowhill , via Facebook 09.09.2016
    Habe soeben mit dem Chef Bernet persönlich am Telefon gesprochen. Es geht ihm und der Firma gut! Hier wird so getan, als wäre er von der Erde verschluckt! Hallo? Was soll das denn?
  • Dani  Kreienbühl 09.09.2016
    Da hat sich der Herr Bernet wieder mal im Gewerbe vertan... Wird mal wieder Zeit um richtig auf dem Bau zu mallochen...
  • Peter  Müller 09.09.2016
    Wow, der Schlaue droht mit einer Anzeige.... Viel Spass mit der Anzeige wegen Nötigung seinerseits... :)
    Und der oberschlaue Blick, bei dem 99 Prozent sowieso nur Bildchen gucken, postet auch noch gleich Prominent den anderen lokal ansässigen Onlinehändler, mit welchem ich für meinen Teil noch nie Probleme hatte... Hauptsache, der namentlich genannte Händler ist im Bild zensuriert.

    Ich lass mich jetzt am besten einweisen...