Was, wenn man plötzlich sechs Richtige im Lotto hat? Macht der Geldsegen glücklich? Und wenn Ja, wie lange hält das an? Vontobel hat sich dazu Gedanken gemacht.
Nur wenige Unternehmen können in einem Satz beschreiben, was sie tun. Swisslos kann es und ist so stolz darauf, dass es diesen einen Satz auf alle Plakatwände klebt: «Wir machen jährlich über 20 Millionäre.»
Doch ist das wirklich ein gutes Werk? Swisslos nimmt das Geld von vielen und konzentriert es nach dem Zufallsprinzip und oft in dreistelliger Millionenhöhe in den Händen von wenigen. Banken können das noch besser, mit dem Unterschied, dass sie dem Zufall systematisch nachhelfen.
Doch wem ist eigentlich gedient, wenn sich Reichtum konzentriert?
Untersuchungen zeigen, dass schneller Reichtum die glücklichen Besitzer etwa ein Jahr lang zufriedener macht. Dann kommt die Gewöhnung und sehr bald überwiegt die Angst vor dem Verlust.
Die beste Zeit, im Lotto zu gewinnen, ist also kurz vor dem Tod.
Am schlimmsten sind die Nachbarn der neuen Reichen dran. An ihnen nagt fortan der Neid. Im Dunstkreis von Lotto-Millionären nehmen erfahrungsgemäss die Käufe von Luxusautos, Swimming-Pools usw. zu. Der Mensch ist ein Status-Tier. Er versucht mitzuhalten – bis der Gerichtsvollzieher klingelt.
Ein Trost: Swisslos verteilt auch nach unten um und spendet jeden dritten Franken für gute Zwecke.