- Alfred Gut, 6264 Pfaffnau - 18:17 | 28.06.2009
- » Kirchgässner und Vontobel haben nichts dagegen, wenn der Staat die Notenpresse heisslaufen lässt und das Schuldenmachen zum Credo erhebt. Auch wenn dadurch Sachwerte und Bilanzen aufgebläht werden. Natürlich hat der Markt nicht immer recht. Es braucht den Staat, der Regeln setzt. Aber die richtigen. Zur Diskussion, welches denn die richtigen Regeln wären hat jedenfalls der "höchste Schweizer Oekonom" Kirchgässner und mit ihm die ganze Wirtschaftswissenschaft noch nicht viel Gescheites beigetrage
- Hans von Atzigen Hans, 8957 Spreitenbach - 16:23 | 28.06.2009
- » Gratulation Herr Kirchgässner immerhien sehen jetzt die Ersten ein das innsbesondere während der letzten vor allem 20 Jahre eine Irreparable Situation geschaffen wurde. Nie zuvor hatte eine Elittegeneration soooooo viele Chancen und Möglichkeiten es besser zu machen gleichzeitig hat nie zuvor eine Elittegeneration dermassen Versagt!! Borniert -Stur-Rechthaberisch-und grenzenlos Arrogant. Nun wiederholt sich die Geschichte einmal mehr neu sind bloss die Gigantischen Dimensionen.
- Patrick B., Lugano - 15:07 | 28.06.2009
- » Es kommt mir so vor als ob man den Wirtschaftswachstum immer noch mittels einer einfachen Normalverteilung erklären will, wo man doch zwischenzeitlich weiss, dass grosse Portfolien auch zahlreiche Ausfälle aufweisen können. Wie viele Unternehmen haben sich in letzter Zeit damit verspekuliert? Man kann nur hoffen dass alle Banken die Anforderungen der Eigenkapitalregeln (Basel II) strikt anwenden und somit vermehrt Daten über die Unternehmen sammeln, und zwar nicht lückenhaft wie z.T. bis anhin, damit solide Ratings den unseriösen Casinobankingfinanzierungen definitiv ein Ende setzen.
Ordoliberalismus: Standpauke
Von Werner Vontobel | Aktualisiert um 02:22 | 28.06.2009
Wir haben versagt, wir müssen uns bessern. Professor Gebhard Kirchgässner, der höchste Schweizer Ökonom, hat den Jahrestag der Schweizerischen Gesellschaft für Volkswirtschaft und Statistik für eine Standpauke genutzt.
Der Professor wirft seinen Kollegen vor, sie hätten «die Bedeutung des Staats für einen geregelten Wirtschaftsablauf unterschätzt» und reflexartig immer nur «mehr Markt» gefordert. Schlimmer noch: Sie verstossen gegen die Regeln des Handwerks: Sie leiten ihre Schlussfolgerungen aus Annahmen ab, ohne diese wissenschaftlich zu überprüfen.
Dabei erwähnt Kirchgässner ausdrücklich die in Deutschland, Bern und der NZZ hoch geschätzte Ordoliberale Schule und deren einfältige Dreifaltigkeit. Erstens: Politiker verfolgen eigennützige Ziele. Zweites: Der Eigennutz der Marktteilnehmer fördert das Allgemeinwohl. Woraus drittens folgt: Der Markt hat immer recht.
Dass nun ausgerechnet der angeblich effizienteste aller Märkte – der Kapitalmarkt – total versagt hat, das habe seine ordoliberalen Kollegen allerdings nicht nachdenklich gestimmt. Sie halten an ihren Annahmen fest und haben sich auf die These geeinigt, wonach die US-Notenbank mit ihren tiefen Zinsen alles vermasselt habe. Der Staat ist schuld – wie immer.
Was soll man da noch sagen? Kirchgässner drückte sich diplomatisch aus: «Der Ordoliberalismus hat sich von der internationalen Entwicklung abgekoppelt.»
Der Professor wirft seinen Kollegen vor, sie hätten «die Bedeutung des Staats für einen geregelten Wirtschaftsablauf unterschätzt» und reflexartig immer nur «mehr Markt» gefordert. Schlimmer noch: Sie verstossen gegen die Regeln des Handwerks: Sie leiten ihre Schlussfolgerungen aus Annahmen ab, ohne diese wissenschaftlich zu überprüfen.
Dabei erwähnt Kirchgässner ausdrücklich die in Deutschland, Bern und der NZZ hoch geschätzte Ordoliberale Schule und deren einfältige Dreifaltigkeit. Erstens: Politiker verfolgen eigennützige Ziele. Zweites: Der Eigennutz der Marktteilnehmer fördert das Allgemeinwohl. Woraus drittens folgt: Der Markt hat immer recht.
Dass nun ausgerechnet der angeblich effizienteste aller Märkte – der Kapitalmarkt – total versagt hat, das habe seine ordoliberalen Kollegen allerdings nicht nachdenklich gestimmt. Sie halten an ihren Annahmen fest und haben sich auf die These geeinigt, wonach die US-Notenbank mit ihren tiefen Zinsen alles vermasselt habe. Der Staat ist schuld – wie immer.
Was soll man da noch sagen? Kirchgässner drückte sich diplomatisch aus: «Der Ordoliberalismus hat sich von der internationalen Entwicklung abgekoppelt.»
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