Die Zuwanderung hält an: Dank tiefster Steuern kommen immer mehr reiche Ausländer und Firmen in die Schweiz. Doch einige wollen noch mehr — um die AHV zu retten. Nur bringt das nichts.
Ja! Wir haben den Standortwettbwerb gewonnen. Kein anderes Land der Welt – ausser den Cayman Islands – lockt pro Kopf soviele reiche Firmen und Steuerzahler an. Die stolzeste Kennziffer dieses Sieges ist die Einwanderung: Im Schnitt wächst die Bevölkerung jedes Jahr um 1 Prozent.
Doch das sei nicht genug, sagen die Prediger des Standortwettbewerbs. Um die AHV-Rechnung trotz steigender Lebenserwartung auszgleichen, müssten wir doppelt so viele junge Arbeitskräfte anlocken und die Bevölkerung bis 2040 auf 17 Millionen steigen lassen.
Das ist Unsinn. Richtig ist, das uns die steigende Lebenserwartung zum Handeln zwingt - AHV-Renten senken, die Beiträge erhöhen und das Rentenalter hinauf setzen. Eine dieser drei Tasten müssten wir drücken.
Mit sehr viel mehr Einwanderung können wir den Entscheid zwar hinauszögern, schaffen damit aber tausend neue Probleme.
So verzweifelt ist die Lage übrigens nicht: Steigt die Produktivität wie bisher, verdienen wir 2040 pro Stunde rund einen Drittel mehr als heute. Verwenden wir die Hälfte davon für eine Erhöhung der AHV-Beiträge, ist das Problem gelöst – ganz ohne reale Einbussen und ohne Einwanderung.
Aber leider auch ohne fette Schlagzeile.
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