
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Das Schlimmste ist das totale Unverständnis für das Funktionieren einer Marktwirtschaft: In Griechenland beträgt der Mindestlohn 750 Euro. Das reicht knapp zum Leben, aber nicht zum Arbeiten.
Denn was man für den Mindestlohn monatlich leisten kann, lässt sich auch in Griechenland mit einer 8-Stundenwoche locker herstellen.
Ein Grieche produziert im Schnitt gut 25 Euro pro Stunde, wenn er vier mal 8 Stunden arbeitet, bringt es es im Monat auf 800 Euro, das ist mehr als der Mindestlohn.
Inzwischen vegetiert jeder Dritte Grieche auf diesem Niveau. Kein Wunder liegt die Arbeitslosenquote inzwischen bei 18 Prozent – Auswanderer nicht eingerechnet.
Und nun will die EU den Mindestlohn auf 500 Euro senken – das Niveau von Portugal.
Die einzigen Profiteure dieser Massnahme werden Griechenlands Unternehmehmen sein.
Sie konnten schon bisher trotz der Krise aber dank sinkenden Lohnkosten ihren Netto-Cashflow (Reingewinn nach Investitionen) von von minus 1 auf plus 9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) steigern.
Und weil die Unternehmer wegen der Krise nicht mehr in Griechenland investieren, fliesst dieses Geld ins Ausland.
Nach neuesten Zahlen liegt das Haushaltsdefizit immer noch bei 11 Prozent des BIP.
Athen habe seine Hausaufgaben nicht gemacht, sagen die Eurokraten. Dass sie selbst noch nicht einmal das kleine volkswirtschaftliche Einmaleins beherrschen, ist kein Thema.
Kommentare (2)