Nobelpreis für Wirtschaft Haben wir keine anderen Probleme?

  • Publiziert: 17.10.2012
  • Von Werner Vontobel
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Ausgezeichnet für ihre Arbeit über Märkte: Lloyd Shapley (links) und Alvin Roth.

(Reuters)

Der Autor

Werner Vontobel Werner Vontobel
Der Volkswirtschafts-Experte der BLICK-Gruppe.

Wirtschafts-Autor Werner Vontobel fragt sich: Warum gibts den Wirtschaftsnobelpreis nicht für Antworten zu aktuellen Fragen?

Hallo, alle mal herhören: Falls Ihr einen Markt für Nierenspenden organisieren wollt, kommt es darauf an, ob die Niere den Empfänger wählen kann oder umgekehrt. Und zudem empfiehlt es sich, den Austausch über eine Zentrale zu organisieren.

Diese Erkenntnis verdanken wir den beiden neuen Nobelpreisträgern für Ökonomie, Alvin Roth und  Lloyd Shapley.

Na und? Haben wir keine anderen Probleme?

Ist in Europa nicht jeder dritte Jugendliche ohne Arbeit. Steht nicht der Euro vor dem Zusammenbruch?

Entweder gibt es keine Ökonomen, die zu diesem Thema etwas zu sagen haben. Oder das Nobelkomitee lebt in einem Elfenbeinturm fernab der Probleme, mit denen wir Normalsterblichen uns herum schlagen müssen.

Dennoch haben uns die zwei etwas sagen, was uns an die Nieren geht. Sie haben zwei ganze Forscherleben lang darüber nachgedacht, unter welchen Bedingungen Märkte rational funktionieren. Ob es etwa eine zentrale Koordinationsstelle braucht? Welche Koalitionen unter den Marktteilnehmern möglich sind. Wer zuerst eine Offerte machen kann. Und, und, und.

Offenbar gehen Roth und Shapley also nicht davon aus, dass Märkte immer rational funktionieren. Das müssten einige viele erst einmal tief einsinken lassen.

Beliebteste Kommentare

  • R.  Meier
    Herr Vontobel haben wir uns gekringelt vor lachen als wir den Titel ihrer Reportage lasen.Tolle Reportage und der Euro steht wirklich vor dem Zusammenbruch,die SNB sollte ihre EUROS los werden.....
    Herr Vontobel,die EU hat zu viel Geld verschwendet und will es einfach nicht wahrhaben,dass sie die Verursacher fuer vieles sind was Krisen foerdert.Uns nervt dass die sich so auffuehren als ob ihnen die ganze Welt gehoert und jeder nach ihrer Pfeiffe tanzen muesste.Wer so kompromisslos,boesartig und aufdringlich ist und sich so verhaelt gegen die Schweiz,wie die EU,wird ein sehr bitter-boeses Ende haben...
    • 17.10.2012
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Alle Kommentare (3)

  • walter  kolb
    Ja Herr Vontobe: "Warum gibts den Wirtschaftsnobelpreis nicht für Antworten zu aktuellen Fragen?"
    Weil die Antworten sich im nachhinein sehr oft als cpl. falsch
    herausstellen.
    Und wenn Sie ihre Kommentare in 10 Jahren wieder durchlesen,
    muessen Sie sicherlich einiges zurechtbiegen.
    • 18.10.2012
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  • R.  Meier
    Herr Vontobel haben wir uns gekringelt vor lachen als wir den Titel ihrer Reportage lasen.Tolle Reportage und der Euro steht wirklich vor dem Zusammenbruch,die SNB sollte ihre EUROS los werden.....
    Herr Vontobel,die EU hat zu viel Geld verschwendet und will es einfach nicht wahrhaben,dass sie die Verursacher fuer vieles sind was Krisen foerdert.Uns nervt dass die sich so auffuehren als ob ihnen die ganze Welt gehoert und jeder nach ihrer Pfeiffe tanzen muesste.Wer so kompromisslos,boesartig und aufdringlich ist und sich so verhaelt gegen die Schweiz,wie die EU,wird ein sehr bitter-boeses Ende haben...
    • 17.10.2012
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  • Hans >Peter  Läuchli , Vellerat
    Chapeau. Hier muss ich Herrn Vontobel unterstützen. Gilt übrigens auch für dei Auswahl des Friedensnobelpreisträger. Ich hoffe dass der Nobelpreis Konkurrenz von einem anderen Preis kriegt, damit die Qualität wieder stimmt. Ja ich weiss, dass der Wirtschsftsnobelpreis von der Schwedischen Nationalbank gesponsert wird.
    • 17.10.2012
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