Das von Angela Merkel und Nicolas Sarkozy diktierte Sparpaket lähmt Europa. Und hilft jetzt François Hollande bei den Wahlen in Frankreich.
Die Wahlen in Frankreich haben einen klaren Verlierer – Nicolas Sarkozy und Angela Merkel. Bekannt als Merkozy.
Die Politik des sturen Sparens und bedingungslosen Festhalten am Euro hat eine Abfuhr erlitten.
Sogar Sarkozy selbst hat sich schon früh im Wahlkampf von Angela Merkel distanziert. Er hat im zweiten Wahlgang nur dann eine kleine Chance, wenn er dies noch viel stärker tut.
Am gleichen Wochenende sind aber auch noch die Regierungen in den Niederlanden und in Tschechien am Berliner Spardiktat zerbrochen.
Damit sind auf einen Schlag alle freiwilligen Verbündeten von Angela Merkel abgefallen. Auf ihrer Seite stehen nur noch die Brüsseler Bürokraten und die Märkte.
Die Frage ist, ob diese reicht, um Spanien, Italien, Portugal, Irland und Griechenland weiterhin unter der Sparknute zu halten. Kaum.
Wenn es Frankreich wagt, einen besseren Weg zu suchen, können auch Monti (Italien), Rajoy (Spanien) und Papadimos (Griechenland) ihre Völker nicht mehr lange mit kontraproduktiven Merkozy-Programmen plagen.
Und vielleicht sind ja die Märkte intelligenter als Angela Merkel meint. Möglicherweise sind sie ja vor allem deshalb sauer und verunsichert, weil Europa trotz- oder vielmehr wegen Merkozy immer tiefer in der Krise versinkt.
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