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Na ja. Das Kapital hat sich in diesem Jahrzehnt mehr Dividende ausbezahlt als je zuvor, nämlich rund 280 Milliarden Franken. Zählt man die dazu, kommt man auf ein Plus von 13 Prozent.
Das schlägt immerhin die Teuerung um drei Prozentpunkte. Mancher Arbeitnehmer wäre froh, er hätte das Jahrzehnt so gut abgeschlossen. Dabei haben wir Nennwertrückzahlungen und andere Zuwendungen noch gar nicht eingerechnet.
Dennoch, gemessen an den gut 500 Milliarden Franken ausgewiesenen Gewinnen der letzten zehn Jahre ist für die Aktionäre erstaunlich wenig übriggeblieben. Da klafft irgendwo eine ziemliche Lücke.
Genaues weiss man nicht, aber einiges ist erklärbar. So sind die ausgewiesenen Gewinne meist höher als die effektiven. Und davon wiederum bleibt ein grosser Teil im Finanzsektor liegen. Wenn Aktien zu Fonds gebündelt oder in Optionen gestückelt werden, kassieren die Vermögensverwalter mit.
Vor allem aber verfügen Hedgefonds-Manager über einen Informationsvorsprung, den sie zu ihren Gunsten zu nutzen wissen. Kein Wunder, verdienen viele von ihnen Hunderte von Millionen jährlich.
So gesehen jammern die armen Kleinaktionäre doch zu Recht.
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Werner Vontobel, Wirtschaftspublizist.