Von wegen Zeit bis 2020 SBB streichen die ersten 120 Stellen

BERN - Man lasse sich bei der Umsetzung des Stellenabbaus Zeit bis 2020, sagte SBB-Chef Andreas Meyer. Von wegen: Die ersten Angestellten wurden bereits informiert, dass ihr Job verschwindet.

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Total 1400 Jobs wollen die SBB streichen. Für die Umsetzung lasse man sich aber Zeit, beruhigte SBB-Chef Andreas Meyer (55), als er am Montag die Sparübung Railfit startete. Erst 2020 soll das Programm über die Bühne sein. Den Stellenabbau könne man problemlos mit natürlichen Abgängen und Pensionierungen bewältigen, so Meyer. 

Schöne Worte. Die Realität sieht aber anders aus: Der Sparhammer geht jetzt schon nieder. Gestern wurden die ersten Angestellten informiert: 70 Zugverkehrsleiter und 50 Mitarbeiter im Ereignismanagement verlieren ihre Stellen. Dies sagten Betroffene gegenüber BLICK. Insgesamt verschwinden in diesem Bereich 250 Jobs. Die SBB bestätigen auf Anfrage diese Informationen: Es handle sich dabei um einen Teil der «internen Folgekommunikation zu Railfit». 

Pünktlichkeit der Züge ist bedroht 

Die Gewerkschaften kritisieren die Massnahmen: «Die SBB sparen bei den Leuten, die den Verkehr steuern und sichern und bei Störungen ausrücken», sagt Urs Huber (55), Sekretär der Eisenbahner-Gewerkschaft SEV. «Wir können uns nicht vorstellen, dass das keine Auswirkungen auf die Qualität hat. Insbesondere die Pünktlichkeit könnte leiden.»

Hinzu kommt, dass zahlreiche Angestellte im Bereich Ereignismanagement in den vergangenen Jahren schon mehrfach ihre Stelle verloren haben. Nun stehen sie erneut vor einer ungewissen Zukunft. «Vor allem für Leute über 50 ist das eine grosse Belastung», sagt Huber.

Immerhin: Mit der Kündigung müssen die Betroffenen nicht rechnen. Der SBB-GAV verbietet Kündigungen. Die Betroffenen werden intern umplatziert. Als Gegenleistung müssen die Bähnler die Friedenspflicht wahren. Streik ist Tabu.  

Publiziert am 29.09.2016 | Aktualisiert am 18.01.2017
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11 Kommentare
  • Max   Meier 29.09.2016
    Schneller Abbau von A. Meyer - dann ist vielleicht Ruhe im Stall! McKinsey wird ihn ja wohl auch schon im Visier haben - aber erst, wenn der Drecksteil erledigt ist. Ich habe schon mehrere Firmen gesehen, wo zum Schluss ein McKInseymanager auf dem Chefstuhl Platz nahm!
  • Marco  Nesti aus Gerlafinbgen
    29.09.2016
    Eine Frechheit! Dem Arbeitnehmer wird gekündigt, so dass das Management noch mehr Lohn kassiert. Und die Politik schaut zu, genau wie bei den Krankenkassenprämien. Immer wir "kleinen" müssen büssen, die kürzen sich nie den Lohn. Politiker und Manager...alles den gleichen Mist!
  • Roman  Camenzind aus Gersau
    29.09.2016
    Vorerst würde es reichen eine Stelle zu streichen,wenn Herr Meyer in einen Spiegel sehen würde,wüsste er auch welche ? Und wenn es nicht reicht wären noch unzählige Pressesprecher,die auch nicht wirklich etwas nutzen.
  • peter  schneiter 29.09.2016
    Würde die überrissene Gage von Herr Meyer um die Hälfte gekürzt, könnte sicher ein grosser Teil der gekündigter Belegschaft bleiben, aber wie erwähnt, ist der Pool teuer, auch im Unterhalt.
  • Ernesto  Lippuner aus Bischofszell
    29.09.2016
    Lieber Andreas Meyer
    Und ab wann wird Dein Lohn halbiert und Dein Gratis Abo einkassiert sowie Deine sonstigen Vergütungen gestrichen ?? Wenn Du Mumm hast dann melde Dich ! Ernesto