Von Facebook inspiriert Twitter will «dümmer» werden

Twitter soll einfacher und übersichtlicher werden. Damit will der Kurznachrichtendienst auch normale Internetnutzer anlocken und dauerhaft halten.

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Twitter ist eine Inzestveranstaltung. Dieser Satz stammt aus dem Mund eines Medienvertreters, der anonym bleiben möchte. Dabei trifft er die Realität besonders in der Schweiz recht genau: Der normale Internetnutzer nimmt höchstens passiv am Geschehen des Kurznachrichtendienstes teil.

Aktiv sind eigentlich nur Medien- und PR-Leute sowie ein paar Promis. Ein Input von aussen, vom Publikum und Lesern, findet kaum statt.

Das überzeugt auf Dauer keinen Investor. Nachdem Twitter kürzlich die neusten Geschäftszahlen vorgelegt hatte, sank der Aktienkurs prompt. Die Nutzerzahlen wachsen nicht so stark wie erhofft, die Anzahl der pro Tag geposteten Tweet stagniert bei 500 Millionen.

Einfacher und übersichtlicher

Nun versucht Twitter-Chef Dick Costolo (51), das Ruder herumzureissen. Auf einem Investorentag prästentierte er seine neue Strategie, um den Dienst auch für Durchschnittsnutzer attraktiv zu machen.

Einer der Hauptkritikpunkte lautete bisher, dass der Dienst zu unübersichtlich und unverständlich sei. Bisher ist es noch eine Art Kunst, die «richtigen» Leute zu finden und ihnen zu folgen. Das will Costolo nun radikal vereinfachen.

Konkret bedeutet das, dass Algorithmen die lästige Suche nach spannenden Inhalten übernehmen. So etwa bei der «Instant Timeline»: Dort können Nutzer zukünftig ihre individuellen Interessen eingeben und bekommen von Twitter die passenden Accounts angezeigt.

Die Neulinge sollen auch dank der neuen Funktion «Während du weg warst» den Überblick behalten. Mit ihr filtert Twitter die wichtigsten Tweets der vergangenen Stunden heraus.

Investoren optimistisch

All dies klingt verdächtig nach einer Annährung an die Facebook-Funktionen. Zudem sollen auch längere Videos bald direkt bei Twitter geteilt werden können und den Austausch privater Nachrichten erleichtern.

Die Investoren scheinen schonmal überzeugt. Die Twitter-Aktie legte zu und ging mit 7,5 Prozent Plus aus dem Handel. (thj)

Publiziert am 13.11.2014 | Aktualisiert am 13.11.2014
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  • jean-daniel  voumard aus crans-montana
    13.11.2014
    genau wie die Menschheit , die wird immer dümmer.. also die haben den Braten gerochen .. BRAVO