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«Wir stellen fest, dass wir in wichtigen Bereichen systematisch Leute verlieren, die wir brauchen», sagt Villiger in einem Interview mit der «Berner Zeitung». In den USA sei der Exodus dramatisch, in der Schweiz nicht ganz so schlimm.
Laut Villiger kann die UBS bei den Löhnen mit der Konkurrenz nicht mehr mithalten. Im Unterschied zu anderen Banken habe die UBS «grosse Schritte in die politisch gewollte Richtung gemacht». Nun brauche es Gegenmassnahmen, um Leute zu halten, sagt Villiger, ohne diese konkret zu benennen.
Villiger appelliert an die Politik, bei der Regulierung Mass zu halten, insbesondere bei den öffentlich heftig diskutierten Löhnen: Staatliche Lohnvorschriften wären «das Dümmste für ein Land wie die Schweiz».
Eine Überregulierung und Lohnvorschriften würden die internationale Konkurrenzfähigkeit der Schweiz gefährden, warnt Villiger. Darunter hätten nicht nur die Banken, sondern der ganze Werkplatz zu leiden.
Villiger räumt ein, dass es wegen des drastischen Stellenabbaus bei der UBS eine gewisse Verunsicherung gebe. «Da müssen wir rasch Klarheit schaffen», sagt der frühere Bundesrat, der seit Mitte April den Verwaltungsrat der in arge Schieflage geratenen UBS präsidiert.
Die UBS müsse «die Hausaufgaben machen» und die Kosten konsequent senken. Gleichzeitig gelte es, neue Erträge zu generieren. «Man kann ein Unternehmen nicht nur sanieren, indem man Kosten spart. Man muss auch unternehmerisch vorwärts blicken», sagt Villiger.
Die UBS sei aber immer noch in vielen Bereichen Weltspitze. In der Schweiz arbeite die Bank gut: «Wir sind profitabel, wir sind eine Stütze der Schweizer Wirtschaft.» Die UBS bemühe sich darum, dass die Schweizer Wirtschaft auch in schwierigen Zeiten Kredite erhalte. (SDA)
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Kaspar Villiger wehrt sich gegen Lohnvorschriften durch die Politik. (Keystone)