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Kann Kaspar Villiger die UBS retten? Sicher nicht. Er hat bei der SwissRe als Verwaltungsrat die Milliardenverluste ebenso wenig verhindern können, wie damals als Finanzminister das Swissair-Grounding. In beiden Fällen waren stärkere Mächte am Werk und das ist bei der UBS erst recht der Fall. Wenn es an den Finanzmärkte noch schlimmer wird, hilft auch das Duo Grübel/Villiger nicht weiter.
Dennoch ist Villiger wohl keine schlechte Wahl. Er hat bei seinem ersten Auftritt als UBS-Verwaltungsratskandidat einen guten Eindruck hinterlassen. Er war sichtlich seriös vorbereitet, bewies mit seinen Salär-Forderungen politisches Geschick und betonte mehrmals, dass die UBS US-Recht gebrochen haben. Solche Zeichen werden in den USA gehört und tragen dazu bei, das Eis zu brechen.
Vor allem aber hat Villiger klar gemacht, dass er zuhören wird, bevor er entscheidet, dass er sich Alternativen vorlegen lassen wird und dass unter ihm die wichtigen Entscheide im Team gefällt werden. Diese Eigenschaften haben Villiger schon als Bundesrat ausgezeichnet. Sie machen ihn zum mit Abstand besten Finanzminister, den die Schweiz nach Otto Stich hatte. In diesem Sinne könnte sich Villiger als idealer Sparring-Partner für den Schnelldenker und Schnellentscheider Grübel erweisen.
Ob es so kommt, bleibt offen. Der UBS wäre jedenfalls zu wünschen, dass sie sich mit Grübel und Villiger wieder einmal auf die richtigen Valoren gesetzt hat.
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Werner Vontobel zum Machtwechsel an der UBS-Spitze.