Vier kriegen mehr als 1 Million So viel verdienen Chefs der staatsnahen Betriebe

Nicht schlecht. Diese Chefs der Unternehmen, die mehrheitlich im Besitz des Bundes stehen, verdienen alle mehr als ein Bundesrat.

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Frühlingstage sind Zahltage. Auch für viele Chefs der bundesnahen Betriebe. Solche stehen teilweise oder ganz im Besitz des Bundes.

Die Chefs von Ruag, SBB, Swisscom, und die Chefin der Post erhielten auch für 2015 wieder rund eine Million Franken. Der Skyguide-Chef, Daniel Weder (59), erhielt eine bescheidene halbe Million (Siehe Tabelle unten).

Damit verdiente Weder jedoch immer noch mehr als ein Bundesrat. Ein Regierungsmitglied erhält einen Bruttolohn von 445'163 Franken zuzüglich 30'000 Franken Spesenpauschale.

Dennoch: Die Manager der staatsnahen Betriebe verdienen bis zu 33 Mal mehr als ein Angestellter mit Mindestlohn.

SBB-Chef erhält als einziger weniger als im Vorjahr

Spitzenreiter ist Swisscom-Chef Urs Schaeppi (55) mit 1,8 Millionen Franken. Der Telekomkonzern ist das einzige börsenkotierte Unternehmen der Auflistung.

Grundsätzlich haben alle Chefs bis auf SBB-CEO Andreas Meyer (55), mehr verdient als noch im Vorjahr. Meyers «Leistungs- und erfolgsorientierter Lohnbestandteil» sank um fast 40'000 auf 336'270 Franken. Der Gewinn der SBB brach letztes Jahr um 127 Millionen Franken ein.

Wird der Chef der SRG weniger verdienen?

Noch nicht bekannt ist etwa der Lohn des SRG-Generaldirektors, Roger de Weck (62). Dieser verdiente 2014 noch 560'411 Franken. Die Öffentlichkeit wartet aber mit Spannung darauf.

Denn ab diesem Jahr muss die SRG jährlich 40 Millionen Franken einsparen, weil sie einen Teil der Gebührengelder an Private abgeben muss und keine Mehrwertsteuer mehr auf die Billag-Gebühren erheben darf. Sie baut in diesem Zug 250 Stellen ab.

Das Eidgenössische Personalamt veröffentlicht jedes Jahr ein Kaderlohnreporting, wo auch noch die Löhne der anderen bundesnahen Betriebe, wie Suva, Finanzmarktaufsicht (Finma) und weitere, aufgeführt sind. Diese ist allerdings noch nicht der Öffentlichkeit zugänglich.

BetriebChef/inJahressalär 2015Jahressalär 2014
SwisscomUrs Schaeppi1'832'0001'773'000
Nationalbank*Thomas Jordan1'153'1001'135'000
RuagUrs Breitmeier1'118'000992'000
SBBAndreas Meyer1'046'1861'072'023
Die PostSusanne Ruoff984'521824'585
SkyguideDaniel Weder525'426507'387

*Die Nationalbank ist zwar nicht im Besitz des Bundes, orientiert sich aber bei der Entlöhnung des Kaders ebenfalls am Bundespersonalgesetz.

Publiziert am 24.03.2016 | Aktualisiert am 05.12.2016
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21 Kommentare
  • Heidi  Engel , via Facebook 25.03.2016
    Und für sollche Abzocker muss der Steuerzahler noch Billag, GA, Telefon,Flüge, usw. Bezahlen!!!!
    Eine Grandiose Bodenlose Frechheit gegenüber dem Normalen Bürger,der jeden Morgen zur Arbeit geht für einen Lohn, ( 4.500- 5000.- Brutto) Verdient, von dem er Leben muss damit!!!!
  • René  Widmer aus Ersigen
    25.03.2016
    Vor einigen Jahrzehnten war es wie ein ungeschriebenes Gesetz, dass ein Wirtschaftskapitän in etwa gleich viel erhält wie ein Bundesrat. Wäre für angestellte Manager auch heute noch angemessen und vernünftig. Wer mehr will, soll sich mit Risikokapital an seiner Firma beteiligen. Insbesondere bei krass regulierten Betrieben wie SRG, SBB, Nationalbank etc. gibgt es keinen Grund, höhere Gehälter zu bezahlen, da deren Geschäftsmodelle doch nicht allzu komplex sind.
  • rolf  sulzer 25.03.2016
    Sie "führen" Unternehmen die nie in eine finanzielle Schieflage kommen können und kassieren, als würden sie anspruchsvollste Leistungen erbringen - um dies bei einer eingefleischten Staatsmacht zu ändern ist es längst zu spät - obwohl seit Jahren bekannt.
  • Ernst  Fischer aus Baltenswil
    25.03.2016
    Die Bezahlung dieser CEO könnten unsere Volksvertreter in Bern stoppen, doch vermutlich sind einige davon auch noch beteiligt.
  • rolf  sulzer 24.03.2016
    in einem "Unternehmen" das keine existentiellen Probleme kennt, viel zu viel für nur absitzen und abwarten, dass immer genügend Steuerfränkli vorhanden und verbraucht werden können.
    • Tobi aus  St. Gallen 25.03.2016
      Das ist mal wieder ein schönes Beispiel für den Beitrag eines neidischen Unwissenden. Die Swisscom erhält keinen Rappen Steuergeld. Staatsnah heisst in diesem Fall, dass der Bund Mehrheitsaktionär ist und somit auch am meisten Dividenden ausbezahlt bekommt. Mal abgesehen von den Steuermillionen welche die Swisscom jährlich in die Staatskasse einzahlt. Das Geld fliesst also wohl eher von der Swisscom zum Bund als umgekehrt! Aber Hauptsache gemotzt oder?