Wegen Krise Verwaltungsräte mit weniger Lohn

  • Aktualisiert am 03.01.2012

ZÜRICH – Die Krise fordert ihre Opfer: So sind die Honorare für die Verwaltungsräte von Schweizer Firmen 2008 um 10 Prozent zurückgegangen.

Die Honorare der Verwaltungsräte betrugen im Schnitt noch 89000 Fr. nach 99000 Fr. im Vorjahr, wie eine Studie der «Handelszeitung» zeigt.

Besonders deutlich sind die Rückgänge in jenen Branchen, die von der Finanz- und Wirtschaftskrise am heftigsten getroffen wurden: Beim Technologiekonzern OC Oerlikon beträgt die Einbusse 70 Prozent, bei der Ems Chemie 40 Prozent und bei der Grossbank UBS 27 Prozent.

Die höchsten Entschädigungen erhielten mit 742200 Fr. die VR- Mitglieder (jeweils ohne Präsidenten) der Grossbank Credit Suisse. Es folgten Swiss Re (553800 Franken), Novartis (529200 Franken), UBS (460000 Franken) und Nestlé (385200 Franken).

Bei der Credit Suisse sticht allerdings der letztjährige Präsident Walter Kielholz heraus, der im Mai 2009 das Präsidium von Swiss Re übernommen hat: Sein CS-Honorar ging von 14,2 Mio. auf gut 2 Mio. Fr. zurück.

Die am besten entschädigten VR-Präsidenten sind Daniel Vasella (Novartis) mit 20,5 Mio. Franken, Franz Humer (Roche) mit 15,2 Mio. Fr. und Peter Brabeck (Nestlé) mit 13,9 Mio. Franken. Für ihre heute veröffentlichte Studie analysierte die «Handelszeitung» über 300 börsenkotierte Unternehmen und Branchenführer. (SDA/gux)

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