Versandhändler über den Tisch gezogen Die fiesen Tricks der Betrüger

Schweizer Online-Händler leiden unter Gaunern, die unter falschem Namen bestellen oder gestohlene Kreditkarten verwenden. Der Schaden geht in die Millionen. Jetzt blasen die Shops zum Gegenangriff.

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Nicht jeder Online-Kunde ist ehrlich. BAA_2012_11_27

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Der Onlinehandel boomt. 2015 machten die Schweizer Versandhändler 7,5 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr. Doch der Erfolg hat seine Schattenseiten und lockt Betrüger an.

Dies zeigt eine Studie des Wirtschaftsinformationsdiensts Crif, die BLICK exklusiv vorliegt. 43 Schweizer Onlinehändler wurden befragt. Das Resultat: 95 Prozent der Shops wurden bereits einmal Opfer von Betrügern. Zwei Drittel der Befragten geben an, dass der Online-Betrug in den letzten Jahren angestiegen ist.

Mit geklauter Kreditkarte bestellt

Die Maschen der Betrüger sind dreist: Einige kaufen mit gefälschten Angaben ein, andere nehmen eine fremde Identität an oder geben eine geklaute Kreditkarte an. Bei Gaunern ebenfalls hoch im Kurs: Sie streiten ab, die Ware erhalten zu haben.

Solche Betrugsfälle sind nicht nur ärgerlich. Sie drücken auch auf den Gewinn der Händler. Konkret: Jeder dritte Onlineshop hat in den letzten zwölf Monaten deswegen über 10'000 Franken verloren. 7,3 Prozent mussten über 50'000 Franken abschreiben.

Die Händler haben genug und blasen zum Gegenangriff: Neun von zehn überprüfen die Bestellungen von Hand. Jeder zweite Shop will schwarze Listen führen, auf denen Betrüger vermerkt werden.

Publiziert am 20.10.2016 | Aktualisiert am 27.11.2016
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9 Kommentare
  • Annemarie   Setz 20.10.2016
    Ich kaufe am liebsten in einem Geschäft, wo ich die Ware auslesen kann und an Ort bezahlen kann. Hervorragend finde ich hier in Spanien, dass man die Ware einkaufen kann, in eine dafür bestimmte Tasche füllt und sich für einen bescheidenen Betrag nach Hause liefern lässt. Das ist viel angenehmer als dieser unpersönliche on-line-Handel. Wenn ich aber doch on-line einkaufe, dann bei sehr guten Anbietern, die ich kenne, und zwar seit Jahren.
  • Sonja  Metzger , via Facebook 20.10.2016
    Ganz einfach die Pakete eingeschrieben verschicken.
    Am Postschalter den Ausweis mit Foto vorweisen.
    So kann dem unrechtmäßigen bestellen, ein Riegel geschoben werden.
    Schlimm genug, dass ehrliche Kunden darunter zu leiden haben.
    Aber Sicherheit auf beiden Seiten, ist die bessere Alternative.
    • Sara  Weibel 20.10.2016
      Hallo Frau Metzger
      Würden Sie freiwilig 5.- mehr Bezahlen damit das Paket eingeschrieben Versendet wird?
      Das heisst zu den 7-10.- Porto würde noch die Gebühr vom Einschreiben dazu kommen. Die Portogebühren sind ohnehin für die Versandhändler bereits zu hoch, im vergleich zum Ausland.
      Dazu kommt das bei vielen die nicht bezahlen, per Betreibung auch nichts zu holen ist.
      Dass heisst der Händler sitzt nicht nur auf dem Schaden, sondern auch auf den Betreibungkosten sitzen.
  • Beat  Küng aus Bellinzona
    20.10.2016
    Die Onlinehändler sind selbst Gauner und Betrüger. Mit der Bestellung kommt nicht mal ein Vertrag zustande, aber der Kunde verpflichtet sich trotzdem den Artikel anzunehmen, sofern er denn noch an Lager ist. Zudem ist der Kunde ab Versand für die Ware verantwortlich etc. Haarsträubende AGBs zu Lasten der Kunden, und der Gesetzgeber guckt einfach nur zu.
  • Markus  Herger aus Root
    20.10.2016
    In meinem Weinshop gibts deshalb Vorauskasse & Versand oder Barzahlung bei Abholung. Ok, ich muss nicht vom Shop leben, könnte ich auch nie......
  • Ronn  sommer 20.10.2016
    Solange die Banken mit Datenschutz die Betrüger schützt, ist der Kund der Lackierte. Wie mir gegangen bei der Basler Kantonalbank. Denen geht es nur darum die Transaktionen bezahlt zu bekommen. Selbst eine einstweilige Auszahlung des ergaunerten Geldes machen die nicht trotz Beweisen.