Vermögen Vermögen der Schweizer Haushalte weniger stark gestiegen

BERN - BE - Das Vermögen der Schweizer Haushalte hat sich im letzten Jahr nur leicht erhöht. Grund sind die stagnierenden Aktienkurse und die nur noch leicht gestiegenen Immobilienpreise.

Börsenkurse & Immobilienpreise: Haushaltsvermögen steigen weniger play
Die Vermögen der Schweizer Haushalte sind letztes Jahr nicht mehr so stark gestiegen wie noch im Vorjahr. (Symbolbild) KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

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Das Reinvermögen der privaten Haushalte stieg 2015 um 54 Milliarden auf 3394 Milliarden Franken, wie aus den am Dienstag publizierten Finanzierungsrechnung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) hervorgeht. So wenig zugelegt hat das Haushaltsvermögen seit der Finanzkrise nicht mehr. 2014 hatte das Wachstum noch 142 Milliarden Franken betragen.

Grund für die Entwicklung war insbesondere die Flaute an den Börsen. Die deutlichen Kapitalgewinne aus dem Jahr 2014 blieben 2015 aus, weswegen sich die Ansprüche der privaten Haushalte nur um 28 Milliarden auf insgesamt 2343 Milliarden Franken vergrösserten. 2014 hatte der Anstieg noch knapp 95 Milliarden Franken betragen.

Vor allem wegen der gestiegenen Häuserpreise sind die Schweizer dennoch vermögender. Der erhitzte Häusermarkt kühlte zwar leicht ab, der Marktwert der Immobilien im Privatbesitz ist letztes Jahr dennoch um 47 Milliarden Franken auf 1868 Milliarden Franken geklettert. 2014 hatten sie sich um 75 Milliarden Franken verteuert.

Weil die Haushalte weniger Hypothekarschulden anhäuften, erhöhte sich auch die Schuldenlast im Privatbereich weniger stark. Insgesamt betrug sie 817 Milliarden Franken (+21 Milliarden Franken).

Aufgrund von Übernahmen im Ausland und Umstrukturierungen von Unternehmensgruppen sind Unternehmen ausserhalb des Finanzsektors insgesamt vermögender. Das gilt zumindest dann, wenn das Sachvermögen wie Vorräte, Gebäude oder Maschinen nicht eingerechnet wird. Dieses wird in der Finanzierungsrechnung der SNB nicht ausgewiesen.

Die Ansprüche aus dem Aktienbestand der Unternehmen bilden fast die Hälfte der Gesamtforderungen aus. Aufgrund der Unternehmensaktivitäten stiegen sie per Ende 2015 um 23 Milliarden Franken auf rund 502 Milliarden Franken.

Auch die Schulden bestehen hauptsächlich aus Aktien. Weil sich die Verpflichtungen aus dem Aktienbestand um knapp 27 Milliarden Franken vermehrten, legten die Schulden um 24 Milliarden auf 1987 Milliarden Franken zu.

Unter dem Strich wiesen die nicht-finanziellen Firmen ein finanzielles Reinvermögen von 14 Milliarden Franken aus. 2014 hatte noch ein Schuldenberg von fast 12 Milliarden Franken resultiert. (SDA)

Publiziert am 29.11.2016 | Aktualisiert am 29.11.2016
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