Verkehrte Welt in Zermatt: SBB manipulieren das Matterhorn

ZERMATT - Nicht nur der Glaube kann Berge versetzen, sondern auch die Werber der Bahntochter Railaway – weil es besser ins Konzept passt.

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Spitze nach rechts ist falsch: Onlinewerbung der SBB-Tocher Railaway.

ZVG

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Da reiben sich nicht nur Touristen verwundert die Augen: Die Spitze des Matterhorns neigt sich plötzlich auf die falsche Seite. Das 4478 Meter hohe Schweizer Wahrzeichen wurde einfach umgedreht! Und das ausgerechnet von den Schweizerischen Bundesbahnen. Diese schaltete eine Werbeanzeige, auf der eine Skifahrerin in Zermatt VS die Piste runterbrettert – im Hintergrund das spiegelverkehrte Matterhorn. 

Beim Surfen auf verschiedenen Online-Portalen ist Leserreporter Daniel Berger (42) die Anzeige mehrere Male aufgefallen. «Ich fand es komisch. Das Bild mit dem umgedrehten Matterhorn irritierte mich», sagt der Emmentaler zu Blick. Es stehe ja völlig verkehrt in der Landschaft. Berger ärgert sich: «So geht man nicht mit dem Schweizer Wahrzeichen um.» Wenn man ein so bekanntes Sujet nehme, sollte man es nicht umkehren.

Zermatt Bergbahnen nimmt sich raus

Das originale Bild stammt von der Zermatt Bergbahnen AG. Nur haben diese ein korrektes Bild an die SBB verschickt. Der Sprecher der Zermatt Bergbahnen Martin Niederberger (29) sagt: «In diesem Falle scheint es, seitens des Partners zu einem unglücklichen Fehler gekommen zu sein.» Gut, dass sich ein Leser gemeldet habe.

Linksrum ist richtig: Blick von Zermatt aufs Matterhorn im Dezember 2015. play

Linksrum ist richtig: Blick von Zermatt aufs Matterhorn im Dezember 2015.

Keystone

«Wir wollten damit niemanden vor den Kopf stossen.»

Doch wie konnte dieser Fehler passieren? Die SBB-Medienstelle gibt den Ball weiter an ihre Reisetochter Railaway. Sie ist für Freizeitangebote der SBB zuständig. Diese bestätigt den Fauxpass: «Die Anzeige ist unser aktuelles Keyvisual für die Snow'n'Rail Angebote von SBB Railaway», sagt Michel Pauchard (44), Leiter Geschäftsbereich Tourismus. «Wir wollten damit niemanden vor den Kopf stossen.»

Auf Plakaten und Broschüren ist das Matterhorn zwar korrekt abgebildet. Doch für die Online-Werbung sei es gespiegelt worden, sagt Pauchard. Erklärung der SBB: Auf dem quadratischen Format hätte sonst ein roter Balken die Skifahrerin überdeckt. «Und das wollten wir nicht. Erst die Skifahrerin vermittelt die gewünschten Emotionen.» Also habe die Werbeagentur halt das Bild gespiegelt.  

Nun macht Railaway aber einen Rückzieher: Aufgrund der Anfrage des BLICK haben sie die Werbung mit dem falschen Bild entfernt. «Das gespiegelte Matterhorn sollte nun nicht mehr auftauchen», versichert Pauchard.

Publiziert am 14.03.2016 | Aktualisiert am 14.03.2016
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12 Kommentare
  • Urs  Seeland aus Seeland
    15.03.2016
    Ist ja eigentlich ein kaum nennenswertes Problem. Aber dennoch...Es ist ein Anfängerfehler, der einem renommierten Unternehmen nicht passieren darf. Fehler passieren, klar. Aber wenn was Online geht, muss das ja, wie quasi ein "Gut zum Druck", abgesegnet werden. Und wem das nicht auffällt, hat in der Reisebranche nichts zu suchen. Da können noch 100 Ausreden folgen, wird nur lächerlicher.
  • Benno  Schoenholzer aus Yang Talad
    15.03.2016
    Blah,blah,blah!!Sie haben davon gewusst!! Und jetzt reden sie sich raus!!
  • Rosa  Rot 14.03.2016
    Wieso die Aufregung? Das gespiegelte Bild war kurz online - jetzt ist es weg. Bei den Printprodukten ist es nicht gespiegelt. Es gibt wirklich schlimmeres als so etwas.
  • Jürg  Brechbühl aus Eggiwil
    14.03.2016
    Das "Keyvisual" als Ausrede für einen Werbepfusch? Die haben in irgendeiner Graphikerschule chüeplütterenglischen Jargon aufgeschnappt und schon meinen sie, sie kämen draus!
    • Urs  Seeland aus Seeland
      15.03.2016
      Der ganze Satz ist doch herrlich " ...Keyvisual für die SnownRail Angebote von SBB Railaway"
      Da weiss grad jeder auf Anhieb, was gemeint ist. Oder nicht?
      Frage mich, wann das die SBB in SwissRailCompany umbenannt wird.
  • Rosa  Rot 14.03.2016
    Ach herrje. Wo ist denn das Problem? Danke Herr Berger für Ihr bünzliges Verhalten. nun kennen wir alle das Railaway Angebot, was somut beste Werbung ist.