Verkäufe 2015 Youtube ist für Schweizer Musiker eine Mogelpackung

Die Umsätze der Musiklabels in der Schweiz sind auch letztes Jahr wieder zurück gegangen. Immerhin: Streaming und Vinyl sind hierzulande auf der Überholspur. Youtube lohnt sich hingegen kaum.

Die Musikbranche hofft auf das Streaming (Archiv) play
Die Musikbranche hofft auf das Streaming (Archiv) Keystone

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 SBB-Personenverkehrs-Chefin Jeannine Pilloud über ein Jahr Swisspass ...
2 Banken-Boss muss sich bei 75'000 Menschen entschuldigen Sorry für...
3 Naturschützer laufen Sturm gegen den grünen Strom Windenergie im...

Wirtschaft

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
5 shares
1 Kommentar
Fehler
Melden
Bildschirmfoto 2016-03-16 um 13.09.49.png play
Die Umsätze der Musikbranche in der Schweiz sinken kontinuierlich.

Die Musik-Branche ist unter Druck. Das zeigen die heute veröffentlichten Jahreszahlen der IFPI Schweiz, dem Branchenverband der Musiklabels. Der Trend zeigt weiter in eine Richtung: nach unten. Der Gesamtumsatz betrug 2015 exakt 81,8 Millionen Franken – das sind 3,5 Prozent weniger als im Vorjahr. 

Grund dafür sind die physischen Tonträger, allen voran die CD. Insgesamt sind letztes Jahr 12 Prozent weniger physische Tonträger verkauft worden als im Vorjahr. Anders im digitalen Bereich: Die Bezahl-Downloads sind zwar leicht zurückgegangen, dafür wird Streaming immer beliebter. So gesehen verzeichnen die digitalen Medien ein Plus von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 

Youtube lohnt sich kaum

Immerhin: Das LP-Revival geht weiter. Letztes Jahr hat sich der Umsatz verdoppelt. Mit den Schallplatten machten die Labels 2,5 Millionen Umsatz – so viel wie seit 1993 nicht mehr. 

Wenig Freude bereitet der Branche der Umsatz mit Werbung auf Youtube. Obwohl viele Schweizer ihre Musik gerne via die Video-Plattform hören, beträgt der Umsatz 2015 lediglich 600'000 Franken. Das ist weniger als einem Prozent vom Gesamtumsatz der Branche.

Die Musikbranche hat ihre besten Zeiten längst hinter sich. Um die Jahrtausendwende machten die Musiklabels hierzulande über 300 Millionen Umsatz. Seit 2001 ist der Umsatz um 73 Prozent geschrumpft. Dennoch gibt sich IFPI Schweiz-Geschäftsführer Lorenz Haas optimistisch: «Mit einer Rückkehr zum Wachstum kann gerechnet werden, wenn die Einnahmen aus Streaming diejenigen aus dem Download überflügeln.» Er hält es für möglich, dass die Branche nächstes Jahr wieder ein Wachstum verzeichnet.

Publiziert am 16.03.2016 | Aktualisiert am 16.03.2016
teilen
teilen
5 shares
1 Kommentar
Fehler
Melden

1 Kommentare
  • Rene  Grunder aus Bern
    17.03.2016
    Streaming ist definitiv die Zukunft! Wer einmal gewechselt hat, will nie wieder zurück. Vinyl ist zwar schön, aber letztendlich nur ein Nostalgie-Hype.. (und kommt nicht mit der besseren Musikqualität, dies wurde schon x-mal widerlegt).