Chefs von Suisa & Co. Vergoldete Schoggi-Jobs

  • Aktualisiert am 03.01.2012
  • Von Iso Ambühl
Supersalär: Auch Suisa-Generaldirektor Alfred Meyer kassiert einen fetten Lohn.- RDB

SP-Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer will die Cheflöhne von Suisa & Co. kürzen.

Für einmal will die Baselbieter SP-Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer (61) nicht den Boni der Banker an den Kragen. Sie stört sich an den überrissenen Löhnen der Chefs von Gesellschaften, welche die Urheberrechts-Gelder von Künstlern an deren Werken einziehen, verwalten und verteilen.

Deren Gehälter sind stolz: So kassierte der Geschäftsführer der Musikrechte-Verwalterin Suisa letztes Jahr 357000 Franken. ProLitteris (Literatur) zahlte ihrem Chef 308100 Franken, bei der Société des Auteurs (SSA) sind es 240000 Franken, bei Suissimage (SI) 200300 Franken.

«Diese Löhne sind stark überhöht», sagt Leutenegger Oberholzer. Die Gesellschaften trügen als Monopole «kein wesentliches Marktrisiko». Die Funktionen seien mit der Tätigkeit beim Bund vergleichbar. In der gesamten Bundesverwaltung befinden sich aber nur fünf Personen in der gleichen Lohnkategorie wie der Suisa-Chef, so die SP-Frau.

In einer parlamentarischen Initiative fordert sie, dass das Urheberrechtsgesetz zu revidieren sei.

Auch die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) unterstützt das Vorhaben. «Die Gebühren müssen vor allem den Künstlern zugute kommen», sagt SKS-Geschäftsführerin Sara Stalder ( 42).

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