Verbrauchsmanipulation Porsche im Visier der Behörden

Das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) untersucht nun auch bei der VW-Tochter Porsche mögliche Manipulationen von Verbrauchsangaben.

Abgas-Verdacht bei Porsche: Behörden prüfen Manipulations-Verdacht play
Das (KBA) untersucht nun auch bei Porsche mögliche Manipulationen von Verbrauchsangaben. Keystone

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Graubünden knapp geschlagen Die beliebtesten Skigebiete der Schweiz
2 BLICK in die neuen Google-Büros am Zürcher HB Ein WC für Frau, Mann...
3 Am WEF hielt der US-Vizepräsident seine letzte Rede Biden warnt vor...

Wirtschaft

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden

«Das KBA prüft gegenüber Porsche den Sachverhalt bezüglich der sogenannten Lenkradkennung», erklärte ein Sprecher der Flensburger Zulassungsbehörde am Donnerstag.

Porsche sagte lediglich, dass die Fahrzeuge die gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich Verbrauchsangaben und Abgasemissionen erfüllten. Als erste hatte die «Wirtschaftswoche» über die Untersuchungen berichtet.

Anhand der Lenkradkennung können Fahrzeuge feststellen, ob sie auf der Strasse fahren oder auf dem Rollenprüfstand. Manipulierte Autos können dann dank einer speziellen Software in einen Modus schalten, in dem weniger Sprit verbraucht und somit auch weniger Kohlendioxid ausgestossen wird. Im Normalbetrieb auf der Strasse sind Verbrauch und Emissionen deutlich höher.

Untersuchung bei Audi

Das Wirtschaftsmagazin berichtete, im November habe das Bundesverkehrsministerium wegen eines solchen Verdachts bereits eine Untersuchung von Audi-Modellen in Auftrag gegeben. Porsche-Insider hätten das Ministerium auf die Spur gebracht. Eine Stellungnahme des Ministeriums war zunächst nicht zu erhalten.

Volkswagen hatte vor gut einem Jahr zugegeben, Stickoxid-Werte von Dieselautos mit einer speziellen Software manipuliert zu haben. Davon sind weltweit rund elf Millionen Fahrzeuge betroffen. Für die Aufarbeitung des Skandals hat der Wolfsburger Konzern 18,2 Milliarden Euro zur Seite gelegt. Die Affäre hat dazu geführt, dass auch Abgaswerte anderer Autobauer überprüft werden.

In den USA verhandelt Volkswagen mit den Behörden über einen Kompromiss zur Reparatur und den Rückkauf von rund 85'000 Dieselautos mit 3,0-Liter-Motoren. Die von der Tochter Audi entwickelten Motoren wurden bei Fahrzeugen wie dem VW Touareg, dem Porsche Cayenne und dem Audi A8 eingebaut.

Einigung 16 Milliarden

VW hatte bereits vor einigen Monaten in den USA eine Einigung für rund 475'000 Dieselautos mit 2,0-Liter-Motor mit einer illegalen Abschalteinrichtung erzielt. Allein dieser Kompromiss kostet Volkswagen bis zu 16,5 Milliarden Euro.

Wegen der 3,0-Liter-Motoren hat das US-Bezirksgericht in San Francisco für Ende kommender Woche eine Anhörung angesetzt.  (SDA)

Publiziert am 08.12.2016 | Aktualisiert am 08.12.2016
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden