USA: Einigung in der Finanzkrise!

  • Publiziert: 25.09.2008, Aktualisiert: 02.01.2012

WASHINGTON – Die beiden grossen Parteien in den USA haben sich grundsätzlich auf ein Massnahmenpaket zur Überwindung der Bankenkrise geeinigt.

Präsident George W. Bush hatte am Tag zuvor gewarnt: Wenn das Paket nicht bewilligt würde, könnte es zum Kollaps des gesamten Finanzsystems der USA kommen.

Am Abend (unsere Zeit) dann gab der demokratische Senator und Vorsitzende des Bankenausschusses Christopher Dodd vor Journalisten in Washington bekannt, der Durchbruch sei erzielt.

Führende Vertreter der Demokraten und der Republikaner hatten zuvor drei Stunden lang über ein 700-Milliarden- Dollar-Paket beraten, das von der US-Regierung vorbereitet wurde.

Einigung im Grundatz

«Wir haben eine Grundsatzeinigung über ein Bündel von Prinzipien erreicht», sagte Dodd. Mit dem Massnahmenpaket sollen die Turbulenzen an der Wall Street und anderen Börsen rund um die Welt eingedämmt werden.

Die zwischen Republikaneren und Demokraten erzielte Einigung sollte umgehend dem Finanzministerium vorgelegt werden. Sie reichten aus, um Finanzminister Henry Paulson die «Autorität und Liquidität» zu verleihen, die er benötige.

Die Idee des Hilfspakets ist, angeschlagenen Finanzhäusern faule Hypotheken-Kredite und darauf basierende Wertpapiere abzukaufen. Das soll die Banken entlasten. Die Kongressabgeordneten hatten strenge Kontrollmechanismen gefordert.

Und das alles mitten im Wahlkampf ...

Der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain hat beschlossen, seinen Wahlkampf zu unterbrechen: dies, um mit voller Kraft die Finanzhilfe zu lösen helfen. Sein demokratischer Gegner Barack Obama hält das für eine blosse Werbeaktion für McCain. Jedenfalls hat Präsident Bush beide zu einer Aussprache ins Weise Haus eingeladen.
(SDA/snx)

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