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Macht sich grösste Sorgen um den Kapitalismus: Ex-Notenbanker Alan Greenspan. (Reuters/Archivbild)
Es dürfte noch einige Banken und andere Finanzinstitute geben, denen die Zahlungsunfähigkeit droht. Diese müssten durch Regierungen – also mit Steuergeldern – gestützt werden: Das schreibt der ehemalige Vorsitzende der US-Notenbank-Behörde heute in der renommierten englischen Finanzzeitung «Financial Times».
Im Klartext: Immer weitere Milliardenverluste à la UBS, immer neue Rettungsaktionen durch den Staat. Beispiel aus England: Die Bank Northern Rock musste jüngst durch die Royal Bank of England gerettet werden. Die rettende Übernahme der US-Bank Bear Stearns kam nur durch Vermittlung der US-Notenbank zustande. Wo bleibt da die freie Marktwirtschaft?
Greenspan spricht jedenfalls von einer Krise, wie sie nur ein- oder zweimal im Jahrhundert auftrete. Sie basiere vor allem auf der Angst vor dem Zusammenbruch grosser Finanzinstitutionen.
Trotzdem: Greenspan warnt vor einem zu starken Eingreifen des Staats. Regulierung sei bei der Bekämpfung von Krisen noch nie ein erfolgreiches Mittel gewesen.
Laut Greenspan wird die Finanzkrise erst dann ein Ende finden, wenn sich die Häuserpreise in den USA stabilisieren – und damit auch die Wertpapiere, die durch sie gesichert sind. Wann das sein könnte? Da will selbst Greenspan sich nicht auf die Äste hinauslassen. (SDA/snx)