News-Ticker schwarzer Freitag an der Börse Und die Berg- und Talfahrt dauert wohl weiter an

Schwarzer Freitag: Die weltweite Angst vor einem Crash führte zu einem regelrechten Ausverkauf an den Börsen. Anleger flüchteten in Gold und den Schweizer Franken.

  • Publiziert: 06.08.2011, Aktualisiert: 05.16 Uhr
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22.25 Uhr: Die Wall Street hat am Freitag nach einer spektakulären Achterbahnfahrt uneinheitlich geschlossen. Nach deutlichen Kursverlusten im New Yorker Vormittagsgeschäft ging der Dow-Jones-Index der Standardwerte 0,5 Prozent höher mit 11444 Punkten aus dem Handel. Der Nasdaq ging um 0,9 Prozent auf 2532 Punkte zurück.

21.00 Uhr:
Italien reagiert angesichts der Unruhen an den Börsen mit verstärkten Massnahmen auf seine Schuldenkrise. Bis 2013 soll ein ausgeglichener Haushalt erreicht sein. Ein Jahr früher als bislang geplant, wie Finanzminister Giulio Tremonti am Freitagabend mitteilte. Ausserdem will Rom auf eine Verfassungsänderung hinarbeiten, die einen ausgeglichenen Haushalt vorschreibe. Ministerpräsident Silvio Berlusconi kündigte ein Treffen der G-7-Finanzminister in den kommenden Tagen an.

17.35 Uhr: Ein turbulenter Börsentag geht zu Ende. Der SMI schliesst 2,1 Prozent im Minus. Über die ganze Woche gesehen, hat der Leitindex rund 10 Prozent verloren. Von den 20 SMI-Titeln schaffen es vor dem Wochenende nur 2 ins Plus: Adecco (+0,20%) und Syngenta (1,46%). Sonst verlieren alle Titel. Am stärksten Roche (-3,53%) und Richemont (-2,96%).

17.15 Uhr: Die positiven Daten aus den USA sind inzwischen schon wieder verpufft. Das zeigen die Entwicklungen an den internationalen Börsen: Der Dax, der kurzzeitig im Plus war, verliert 2,2 Prozent, der EuroStoxx50 gibt um 1,2 Prozent nach, und an der Wall Street verliert der Dow Jones nach einem Anfangsgewinn 0,2 Prozent.

16.35 Uhr: Berg- und Talfahrt: Praktisch im Minutentakt schwanken die Aktienkurse zwischen 0,5 und 1,5 Prozent im roten Bereich. Fazit eine Stunde vor SMI-Börsenschluss: Es läuft wohl auf den zehnten Tag mit Kursverlusten in Folge hinaus – das gab es seit 17 Jahren nicht mehr.

16.05 Uhr: Wie erwartet dreht der SMI gegen Börsenschluss wieder ins Minus. Der Leitindex fällt 1,5 Prozent zurück. An der Devisen-Front tut sich ebenfalls wieder etwas. Die Kursgewinne des Euro gegenüber dem Franken schmelzen langsam dahin. Die US-Börse öffnete rund 1 Prozent im Plus.

15.11 Uhr: Wenige Minuten vor Öffnung der US-Börse klettert der SMI zum ersten Mal am heutigen Tage ins Plus. Aufatmen bei den Banken: UBS- und CS-Titel sind 2 respektive 1 Prozent im Plus. Doch abgerechnet wird erst zum Börsenschluss um 17.30 Uhr. Es bleibt spannend.

14.31 Uhr: Die Arbeitsmarktdaten aus den USA lassen die Investoren teilweise aufatmen. Die Zahl der US-Stellen hat im Juli um 117000 zugelegt. Im Vormonat war der Stellenzuwachs mit 46000 noch deutlich geringer ausgefallen. Die Arbeitslosenquote sank unerwartet von 9,2 auf 9,1 Punkte. Die Kurse an den Börsen spiegeln die Nachricht sofort wieder. Der Schweizer SMI macht die Verluste vom Morgen quasi wett und notiert «nur» noch 0,15 Prozent im Minus. Auch der Euro-Kurs zieht um fast 1 Prozent an, der Schweizer Franken wird schwächer.

14.03 Uhr: Die Zitterpartie geht weiter. Der SMI verringert sein Minus auf 1,5 Prozent. Unter Chart-Analysten laufen bereits Wetten auf eine kurze Erholungsrally. «Ich erwarte eine deutliche technische Erholung, die den SMI wieder zum Widerstand bei 5500 Punkten führen könnte», sagt Philipp Jäggle, Chartanalyst der Zürcher Kantonalbank, gegenüber dem Finanzportal «cash.ch». Kleinsparer sollten von solchen Wetten aber die Finger lassen.

13 Uhr: In Schweizer Wechselstuben geht der Euro aus, wie eine Umfrage zeigt (siehe Video). Schweizer spekulieren darauf, dass der Kurs steigt und decken sich mit der Währung ein. Wechselbüros melden Umsatzsteigerung bis 30 Prozent.

12.40 Uhr: Die Spannung steigt. Gegen halb drei Uhr treffen US-Arbeitsmarktzahlen ein. Der SMI notiert im Vorfeld 2,6 Prozent im Minus. Erstaunlich gering fallen die Tagesverluste mittlerweile bei UBS und CS aus (rund ein Prozent im Minus). Überraschend auch: Der Franken wird gegenüber dem Euro leicht schwächer gehandelt.

12.10 Uhr: Der Kursrutsch an den internationalen Aktienmärkten macht Anleger weltweit um mehrere Billionen Dollar ärmer. Die Marktkapitalisierung aller im MSCI World Index aufgeführten Unternehmen verringerte sich in der laufenden Woche um 2,5 Billionen Dollar. Dies entspricht in etwa der Wirtschaftsleistung Frankreichs.

11.45 Uhr: Negativer Serienrekord beim europäischen Stoxx50: Er sackte schon den zehnten Tag in Folge ab. Der Index notiert so niedrig wie seit zwei Jahren nicht mehr.

11.30 Uhr: Der SMI liegt kurz vor Mittag rund 2,4 Prozent im Minus auf 5159,47 Punkten. Am ärgsten trifft es zur Handelseröffnung Swatch (-4,5 Prozent) und Richemont (-3,4).

11.10 Uhr: Die UBS-Aktie liegt nach ersten starken Verlusten (über 5 Prozent) zur Zeit bei knapp 11 Franken (minus 1,1 Prozent). Die CS verliert knapp 2 Prozent, Stand 11 Uhr.

10.49 Uhr: China ist zuversichtlich, dass Europa seine Schuldenkrise bewältigen kann, und will weiter europäische Staatsanleihen kaufen.

10.29 Uhr: Leicht im Plus notiert der Euro gegenüber dem Franken. Ein Euro kostet momentan 1,0850 Franken. Offenbar zeigt das Interview mit Nationalbank-Präsident Hildebrand Wirkung.

10.15 Uhr: Nach und nach setzten laut Händlerangaben weitere Käufe von Aktien ein, die Kurse lösen sich mehr und mehr von den anfänglichen Tiefstwerten. Der Markt sei stark überverkauft, heisst es bei der Zürcher Kantonalbank. Das erklärt die zunehmenden Zukäufe der Investoren. Die Lage wird aber erst klarer, wenn die neusten US-Konjunkturdaten heute um 14.30 Uhr über den Ticker gegangen sind.

10.00 Uhr:
Es kommt etwas Ruhe rein: Der SMI holt ein Teil der Anfangsverluste wieder auf, notiert aber immer noch 2 Prozent im Minus. Ebenfalls leiden Anleger in Deutschland (DAX Minus 1,8 Prozent). Der europäische Leitindex STOXX50 notiert 1,5 Prozent im Minus. Der Abwärtstrend dürfte nach Ansicht von Händlern aber anhalten.

9.05 Uhr: Der SMI stürzt fast 4 Prozent ab. Damit fallen die Aktien der 20 wichtigsten Schweizer Firmen schon den zehnten Tag in Folge. Grösste Verliererin im SMI ist gegenwärtig der Titel von Swatch (-10 Prozent), UBS verliert 5 Prozent. Die Angst vor einem Lauffeuer punkto europäischer Schuldenkrise sorgt weltweit für starke Kursverluste.

8.55 Uhr: Der Euro ist am Freitagmorgen kurzzeitig wieder unter die Marke von 1,08 Franken gefallen. Mit einem Tagestief bei 1,0708 bewegt sich der Euro gegenüber dem Franken wieder auf dem Niveau von Rekordtiefständen.

8.45 Uhr:
Auch der Dollar, für den am Freitag als tiefster Wert 0,7616 Fr. gemessen wurden, ist faktisch wieder so tief wie am Mittwoch. Am Freitagnachmittag dürfte dann die Veröffentlichung der US- Arbeitsmarktdaten die Devisenhändler beschäftigen.

8.15 Uhr: Nationalbank-Präsident Hildebrand sagte in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung», die Notenbank könnte neue Schritte zur Schwächung des Frankens einleiten. «Wir schliessen grundsätzlich keine wirksamen Handlungsoptionen aus.»

Alle Kommentare (16)

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    Herr Winteler. Und jetzte bitte noch auf Deutsch!
    • 06.08.2011
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    „Eigentlich ist es gut, dass die Menschen unser Banken- und Währungssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution vor Morgen früh.“(Henry Ford, 1863-1947)
    “Die Wenigen, die das System verstehen, werden so sehr an seinen Profiten interessiert oder so abhängig sein von der Gunst des Systems, dass aus deren Reihen nie eine Opposition hervorgehen wird.”
    • 06.08.2011
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    Weshalb wechseln die Schweizer jetzt schon Euros gegen Schweizer Franken? Der Euro sinkt noch weiter. Aber umso besser, dann muss die Nationalbank weniger Euros kaufen, wenn die Bevölkerung dies tut:-)
    • 06.08.2011
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    errinnere an alle EURO ist tief und der Schweizerfranken hoch und die schweiz verliert nicht der EURO wenn wir EURO hättet müssten wir schauen mit ein andere währung wegen gewinne oder verluste.
    pro-contra von der euro lässt sich streiten.
    ab nach dem euroland einkaufen jetzt günstig wie noch nie!!!
    • 05.08.2011
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    Länder überschulden sich aber das ist in der CH in den Privathaushaltungen seit Jahren schon der Fall. Leasing, Kreditkartengesellschaft; Hauptsache auf Pump. Ein Pulverfass das keiner Anspricht aber in 15-20Jahren Realität wird. Kein Stutz auf der Seite für die Zukunft nur das Heute zählt.. Das Schweizer Sozialsystem wird keine 20 Jahre mehr überleben. Weder in der IV, ALV, im Rentensystem und nur das dümmste Schaff das täglich noch an den Trogwandert um Wasser zu trinken glaubt noch daran.
    • 05.08.2011
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