Umfrage Deutschschweizer reisen mehr als Romands und Tessiner

Schweizer haben 2015 im Mittel 3,1 Nächte auswärts verbracht. Laut Bundesamt für Statistik sind Deutschschweizer mehr auf Achse als Romands und Tessiner.

Die Reiseveranstalter kommen Kundinnen und Kunden entgegen, die Reisen nach Thailand gebucht haben. (Symbolbild) play
Am beliebtesten sind bei Schweizern Reiseziele in Deutschland, vor Italien und Frankreich. CHRISTIAN BEUTLER

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Schweizerinnen und Schweizer verbrachten 2015 im Durchschnitt 3,1 Nächte auswärts. Den Durchschnittswert nach oben getrieben haben die Deutschschweizer, die laut einer Umfrage des Bundesamtes für Statistik (BFS) mehr auf Achse sind als Romands und Tessiner.

Das BFS hat die Zahlen auch nach Alter und Geschlecht aufgeschlüsselt: Alle Altersgruppen ausser Rentnerinnen und Rentner waren häufiger mehrere Tage unterwegs als 2014. Über 65-Jährige waren mit nur 2,1 Auswärts-Nächten pro Kopf die häuslichste Gruppe. Und Frauen packten ihr Bündel für längere Zeit als Männer.

Mehr im Ausland als im Inland

Die Reiseziele kennt das BFS ebenfalls: Rund jede dritte Person hat im eigenen Land auswärts übernachtet. Etwas mehr zog es ins nahe Ausland, nämlich 40 Prozent. Am beliebtesten war dabei Deutschland, vor Italien und Frankreich. Jede fünfte Reise führte in andere europäische Länder und 7 Prozent auf andere Kontinente.

Wichtigste Gründe, die Koffer zu packen, sind Ferien und Entspannung. Die Zahl von mehrtägigen Besuchen bei Freunden oder Verwandten hat gegenüber 2014 stark zugenommen.

138 Franken pro Kopf und Tag

Das BFS weiss auch, wie viel 2015 auf mehrtägigen Reisen ausgegeben worden ist: 138 Franken waren es im Durchschnitt pro Tag und Kopf. 2014 waren die Reisenden mit fast 150 Franken ausgabefreudiger - oder sie mussten mehr auslegen.

Auslandreisen verursachten den Schweizer Touristen mit 152 Franken pro Tag höhere Kosten als Reisen im eigenen Land (113 Franken). Eingerechnet werden neben der Übernachtung Transportkosten, Essen und Getränke sowie sonstige Auslagen, wie das BFS ausführt.

Die Menschen in der Schweiz waren gemäss den Zahlen auch schon länger unterwegs als im vergangenen Jahr: 1998 verbrachten sie pro Kopf noch 3,5 Nächte ausser Haus. Aber immerhin waren die Schweizer im vergangenen Jahr wieder mehr auf Reisen als noch 2014.

Weniger Tagesausflüge

Tagesausflüge machten die Menschen in der Schweiz im vergangenen Jahr ebenfalls weniger als 1998. Waren sie 1998 pro Kopf und Jahr 12,5 Tage unterwegs, waren es 2015 noch 10,4 Tage.

Auch kurze Ausflüge waren Deutschschweizern länger als bei Romands oder Tessinern: Brachten es Deutschschweizer auf 11,4 Reisetage, waren es bei den Romands 8,4 und bei den Tessinern lediglich 7,4.

An der Erhebung des BFS nahmen rund 3'000 Personen im Alter von über sechs Jahren teil. Als Tagesausflug wurden Ausflüge von mindestens drei Stunden Abwesenheit von zuhause gezählt. Als Reisen mit Übernachtung galten Abwesenheiten von bis zu einem Jahr. (SDA)

Publiziert am 30.12.2016 | Aktualisiert am 11.01.2017
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2 Kommentare
  • Ronald  Schmid aus Miami
    31.12.2016
    Es koennte schon so sein, aber eher eine wirtschaftliche Frage wieso.

    Man tut immer noch so, als ob das Verhalten des Volkes von der endlosen Verteuerungs, Pseudo-Zentralbanken Wirtschaft gesteuert durch Hochfinanz kein Einfluss hat. Bin sicher, dass verfuegbares Rinkommen die staerkste Korrelation ist.
  • Werner  Lüthi aus Horgen
    30.12.2016
    Zum Glück habe ich noch keinen Chip im Kopf! So ein Quatsch!!