Um das Kabotagegesetz zu umgehen Flixbus prüft Schweizer Tochtergesellschaft

ZÜRICH - Flixbus will in der Schweiz das Monopol der SBB brechen. Allerdings darf kein ausländisches Transportunternehmen in der Schweiz Personen befördern. Deshalb prüft der deutsche Busriese nun eine Schweizer Tochtergesellschaft.

Flixbus will Schweizer Tochtergesellschaft: Kabotagegesetz umgehen play
Flixbus prüft die Gründung einer Schweizer Tochtergesellschaft. ZVG

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Das Monopol der SBB droht zu bröckeln. Am Freitag nimmt der deutsche Fernbusriese Flixbus die Strecke zwischen Konstanz und Lyon in Betrieb – mit Stopps in Zürich, Bern, Lausanne und Genf (BLICK berichtete). Damit konkurriert er die SBB. Zürich-Genf gäbe es bereits für 19,50 Franken. Mit den SBB zahlt man 87 Franken (mit Halbtax 43,50).

Offiziell darf Flixbus eigentlich nur Schweizer Passagiere ins Ausland befördern – und umgekehrt. Das Kabotagegesetz verbietet ausländischen Unternehmen Transporte innerhalb der Schweiz. Nun sieht Flixbus eine Möglichkeit, das Gesetz zu umgehen. 

Man prüfe die Gründung einer Schweizer Tochtergesellschaft, sagt Flixbus-Sprecherin Bettina Engert gegenüber «Radio 1». «Es ist natürlich ein interessanter Markt für uns. Die aktuelle Diskussion zeigt klar, dass es definitiv ein entsprechende Nachfrage gibt.»

In Ländern in denen Flixbus Inlandverbindungen anbiete, arbeite man immer auch mit regionalen Busunternehmen zusammen. «Natürlich sind wir da offen, entsprechende Gespräche mit Schweizer Unternehmen zu führen», so Engert.

Hohe Hürden

Das Bundesamt für Verkehr bestätigt gegenüber «Radio 1», dass für Schweizer Unternehmen das Kabotageverbot nicht gilt. Die Tochtergesellschaft müsste allerdings seinen Angestellten Schweizer-Löhne zahlen und die Schweizer Sicherheitsbestimmungen erfüllen.

Zudem darf das Angebot nicht den öffentlichen Verkehr konkurrieren. Damit sind die Hürden für eine private Inland-Buslinie relativ hoch. Bislang ist in der Schweiz noch nie ein entsprechendes Gesuch eingereicht worden.

Publiziert am 25.10.2016 | Aktualisiert am 04.11.2016
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20 Kommentare
  • Peter  Thüler aus Hong Kong
    26.10.2016
    Ich sehe da kein problem, solange die CH Gesetze eingehalten werden. Wieviele Busse müssten auf die "Piste" um die Bahn zu konkurrieren? SBB Transportkapazität ist ein Vielfaches einer Busflotte. Die Züge Bern Zürich ist eh meist überfüllt, ob da noch einige Busse dazukomment ist doch egal. Wer billig Reisen will und Lust hat im Stau zu stehen, der soll doch den Bus nehmen. Lasst die Kunden wählen! Die SBB/BLS haben nichts zu Fürchten, die bieten Gesamtpakete an und nicht "Einzelteile".
  • Thomas  Pfister aus Zürich
    25.10.2016
    Plötzlich legt sich Flixbus mit dieser Schweizer Tochtergesellschaft noch ein Ei. Könnte durchaus sein, dass die Busfahrt Zürich-München bspw. dann über die Schweizer Tochter abgewickelt werden muss (im Gegensatz zur Gegenrichtung) und die Buschauffeure für die Fahrt aus der Schweiz einen CH-Lohn erhalten müssen, was dann wohl die Tickets verteuern würde.
  • Benita  Kellner , via Facebook 25.10.2016
    ich schliesse m ich dem Kommentar von Urs Leibundgut an- zig Busunternehmer in Deutschland haben die Zusammenarebit mit Flixbus aufgekündigt- genau Flixbus hat keine eigenen Busse, Flixbus hat keine eigenen Fahrer und ist nur eine Buchungsplattform, gibt aber leider den Ton an, weil sie damals die Streckenlizenzen gekauft haben- jeder normale Mensch der rechnen kann , der muss feststellen, daß bei diesen Fahrpreises- z.B. von Berlin nach Dresden für 7,00 € -keiner etwas verdient
  • Daniel  Kohler aus Wohlen
    25.10.2016
    Jammern denn nicht die SBB dauernd, sie haette zu viele Kunden und kommen alle Tage mit einer neuen Bieridee, wie sie die Kunden vergraulen koennten? Aber sobald Konkurrenz aufkommt bricht sofort der Notstand aus.
  • bruno  wenger aus münsingen
    25.10.2016
    Ja ja und unsere Arbeitsplätze!!?? Es gibt bei der SBB auch sparbilette Bern Zürich für 17.60 und wo ist jetzt das problem... Denkt mal ein bischen... Flexibus macht nur rosinenpickerei... Sollen auch in ländlichen gegenden fahren nicht nur bern zürich usw. So wie es der ÖV auch machen muss!!!! Aber denken ist nicht jedermans sache!!!
    • Daniel  Kohler aus Wohlen
      25.10.2016
      Der Bus ist zwar deutlich billiger, braucht aber auch deutlich laenger. Besonders in Spitzenzeiten bei dichtem Verkehr. Und die Anbindung an den Regionalverkehr ist auch schlechter. Sozusagen eine Ryan-Air auf Raedern. Fuer die meisten Bahnkunden sicher keine Alternative.