Uhrenindustrie: Swatch glaubt nicht an Onlinehandel mit Luxusuhren

BIEL - BE - Der französische LVMH-Konzern will seine Luxusuhren künftig auch direkt über das Internet vertreiben. Konkurrent Swatch will davon vorerst nichts wissen.

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Luxusuhren gibt es zwar schon seit längerem online zu kaufen, etwa über Plattformen wie Chrono24. Dabei handelt es sich aber lediglich um einen Marktplatz für Händler und Private. Jean-Claude Biver, Chef des französischen Luxusgüterkonzerns LVMH, kündigte jüngst aber an, Marken wie TAG Heuer ab 2018 direkt über das Internet vertreiben zu wollen.

Bei Konkurrent Swatch zeigt man sich davon wenig beeindruckt. Marc Alexander Hayek, Sohn von Konzernchef Nick Hayek und bei Swatch zuständig für Nobeluhrenmarken wie Blancpain und Breguet, glaubt nicht an die Online-Zukunft im absoluten High-End-Bereich. Dort gehe es beim Kauf primär um Emotionen. Dafür seien Boutiquen besser geeignet, sagte Hayek am Donnerstag an der Bilanzmedienkonferenz in Biel.

Und Vater Nick Hayek ergänzte, dass Kunden in diesem Preissegment hohe Anforderungen an Service und Kaufbetreuung hätten. Dieser könne online nicht angeboten werden.

Wer also eine Blancpain und Breguet kaufen will, wird vorerst weiter eine der Luxusboutiquen von Swatch aufsuchen müssen. Harry Winston zum Beispiel: Der traditionsreiche Schmuck- und Luxusuhrenhändler aus New York gehört seit 2013 zur Swatch Group.

Hayek sieht hier grosse Entwicklungsmöglichkeiten. Die Marke habe das Potential, in den kommenden Jahren die Umsatzmilliarde zu erreichen. Dies gehe aber nur Schritt für Schritt mit neuen Uhrenmodellen und einem ausgewählten und exklusiven Sortiment an Schmuck. (SDA)

Publiziert am 10.03.2016 | Aktualisiert am 19.04.2016
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Swatch glaubt nicht an den Onlinehandel für Uhren aus dem obersten Preissegment. Diese sollen auch künftig stationär verkauft werden - zum Beispiel in einer der Luxusboutiquen von Harry Winston (Archiv). play
Swatch glaubt nicht an den Onlinehandel für Uhren aus dem obersten Preissegment. Diese sollen auch künftig stationär verkauft werden - zum Beispiel in einer der Luxusboutiquen von Harry Winston (Archiv). KEYSTONE/EPA/JUSTIN LANE

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