Über 400 Mio Fr fehlen! Steuerausfälle wegen fehlender Tanktouristen

Die Aufgabe des Euro-Mindestkurses und die niedrigen Preise auf dem Ölmarkt reissen ein Loch in die Steuerkasse. Durch Mindereinnahmen bei Mineralölsteuer, Treibstoffzuschlag und Mehrwertsteuer fehlen dem Bund 425 Millionen Franken!

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Das Benzin an Schweizer Tankstellen ist teurer geworden

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SonntagsBlick liegen die neusten Zahlen des Eidgenössischen Finanzdepartements (EFD) vor. Sie zeigen erstmals: 2015 betragen die Einnahmen aus der Mineralölsteuer und dem Treibstoffzuschlag nur noch 4717 Millionen Franken – 255 Millionen weniger als im Vorjahr. Das entspricht einem Minus von 5,1 Prozent. Zum Vergleich: 2014 betrug der Rückgang der Steuereinnahmen bei Benzin und Diesel lediglich 0,7 Prozent oder 33 Millionen Franken.

«Die Mindereinnahmen bei der Mineralölsteuer sind überwiegend mit dem Rückgang des Tanktourismus zu erklären», sagt Rolf Rawyler, stellvertretender Chef der Mineralölsteuersektion der Eidgenössischen Zollverwaltung. Mit dem Mindestkurs-Aus am 15. Januar 2015 hat sich das Benzin in der Schweiz für ausländische Autofahrer massiv verteuert. In den Folgemonaten ist der Tanktourismus eingebrochen – und damit auch die Steuereinnahmen.

Im Februar nach dem Nationalbank-Entscheid betrug der Rückgang 9,6 Prozent, im Mai sogar 11,1 Prozent. Das Sinken des Ölpreises schlug ebenfalls durch. So gingen 2015 Mehrwertsteuer-Einnahmen in der Höhe von rund 170 Millionen Franken verloren, wie die Eidgenössische Steuerverwaltung für die «Handelszeitung» ausrechnete.

Ein Blick auf das angelaufende Jahr verspricht keine Besserung: Nicht nur die deutschen Tanktouristen bleiben weg, auch weniger Schweizer kaufen ihren Treibstoff in der Schweiz. Wegen Diesel-Preisen unter einem Euro fahren Eidgenossen verstärkt deutsche und französische Tankstellen im Grenzgebiet an. Und da die Ölpreise weiterhin tief bleiben sollen, drohen 2016 wohl noch grössere Löcher bei den Steuereinnahmen.

Publiziert am 31.01.2016 | Aktualisiert am 24.06.2016
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  • Marion   Jost aus Schönenwerd
    01.02.2016
    Es ist wohl kaum die Schuld des Bundes, wenn die Tankstellen die notabene stinkreichen Ölkonzernen wie Shell oder BP gehören, die Preise nicht so runter machen wie sie könnten!!! Ich fahre jeden Abend von der Arbeit an einer Tankstelle in Gretzenbach vorbei wo der Preis im Schnitt immer 3 Rp. tiefer liegt als der günstigste der Gegend. Wenn man auf kleine Tankstellen ausweicht spart man, momentan ist bei dem glaube ich 1.29 der Liter, Rudy Rüssel ist auch günstig....
  • Karin  Schwegler 01.02.2016
    Diese Negativzinsen sind gut für alle Firmen die Rechnungen in Euros haben. Alle die mit Firmen aus dem USD Raum arbeiten, werden vom Staat künstlich beschissen da der CHF zu stark ist. Scheint so als ob der BR wieder mal nur die Euro Jungs begnünstigt. Das hat nichts mir freuer Marktwirtschafts zu tun.
  • markus  schwab aus vilters
    01.02.2016
    Wartet mal ab, bis die Zahl der Elektroautos irgendwann mal steigen wird. Dann wird Doris (falls sie noch im Amt ist), die Steuern noch massiv mehr erhöhen wollen, da dann massiv weniger Benzin getankt wird. Und glaubt ja nicht, dass die Abgaben auf Strom sinken werden, wenn der Stromverbrauch steigt.
  • Rolf  Glesti aus Diessenhofen
    01.02.2016
    Tja die Herren , Damen Bundesrat und Parlamentarier wie schon lange gesagt man kann nicht mehr Geld ausgeben als in der Kasse drin ist wann begreift ihr das endlich? Ihr könnt nicht immer mehr von uns holen nur weil ihr die Übersicht völlig aus den Augen verloren habt.Fangt an zu sparen
  • Nino  Bambino , via Facebook 01.02.2016
    Habe am Wochenende für 0.92€/ L. Diesel in Waldshut vollgetankt und 2 Stangen Marlboro zum Preis von 112€ gekauft. Mehrwertsteuer gibt es 17€ für die Zigaretten zurück. Ergibt 95€!! Da hab ich nur mit tanken und Tabak ca. 90.- Fr gespart.....
    Soll mir einer sagen ich solle in der Schweiz einkaufen gehen....
    • john  meier 01.02.2016
      irgendwann kommt der bumerang auch für sie herr bambino.wenn sie in der schweiz leben und arbeiten wird das irgendwann konsequenzen haben.die 11 milliarden die im ausland von schweizern ausgegeben wurden fehlen hier der wirtschaft und das wird irgendwann jeden büezer betreffen und dann ist das gejammer wieder gross.