Wegen Obama UBS- und CS-Aktien stürzen ab

ZÜRICH – US-Präsident Barack Obama will den Topbanken den Tarif durchgeben – und ihre Grösse beschränken. Die Anleger reagieren alles andere als begeistert.

  • Publiziert: 22.01.2010, Aktualisiert: 13.01.2012
play Barack Obamas Pläne sorgen für Unruhe unter den UBS- und CS-Anlegern. (AP/Reuters/Keystone)

Die Pläne von US-Präsident Barack Obama zur Grössenbegrenzung von Banken kommen bei den Anlegern schlecht an. An der Schweizer Börse verloren die Aktien der Grossbanken UBS und Credit Suisse heute deutlich an Wert.

Eine Viertelstunde nach Handelsbeginn lagen die UBS-Aktien um 2,8 Prozent im Minus bei 15.11 Franken, und die Credit-Suisse-Papiere sackten gar um 4,4 Prozent auf 48.10 Fr. ab. Der Gesamtmarkt (SMI) gab derweil um 0,8 Prozent nach.

Händler erklärten die Verluste mit der Absicht Obamas, bei den Banken sowohl die Grösse als auch das Ausmass risikoreicher Geschäfte zu begrenzen. Diese Pläne hatten am Vortag bereits an der Wall Street für heftige Verluste bei Finanztiteln gesorgt. Zuvor hatte Obama bereits mit einer Sondersteuer von sich reden gemacht.

Obamas Vorschläge «sehr weitgehend»

Es handle sich um sehr weitgehende und gleichzeitig noch wenig konkrete Vorschläge, kommentierte die Zürcher Kantonalbank (ZKB). Es fehlten wichtige Details, und die Hürden der amerikanischen Politik müssten erst noch gemeistert werden, bevor es zu einem Gesetz komme.

Der weltweite Druck dürfte aber dazu führen, dass die Regulierung des Bankensektors strenger werde. Das wiederum schränke die Geschäftsaktivitäten ein und beeinflusse Erträge und Profitabilität der Banken. (SDA/hhs)

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