UBS stürzt wieder ab – jetzt spricht der Papst

  • Publiziert: 06.10.2008, Aktualisiert: 02.01.2012
play Papst: Wer auf Geld baut , baut auf Sand. (Keystone)

ZÜRICH – Schweizer Aktien stürzten heute einmal mehr ab, vor allem Banken. Und zum ersten Mal gab der Papst seinen Kommentar zur Finanzkrise ab.

Der Swiss Market Index (SMI) sank bis 11.30 Uhr um 4,4 Prozent (!) auf 6576,57 Punkte. Händler machten die jüngste Verschärfung der Finanzkrise für die Abgaben verantwortlich.
Die Tatsache, dass verschiedene europäische Staaten die Spareinlagen garantieren wollten, deute darauf hin, dass die Lage ernst sei, sagte ein Händler.

Er habe jedoch das Gefühl, dass «die Leute den Ernst der Lage erst jetzt erfassen».

Unter Druck standen erneut die Grossbanken: Der Titel der UBS fiel bis am Mittag um satte 10,2 Prozent. Die CS gab um 7,7 Prozent nach.

Stark durchgeschüttelt wurden auch die Aktien der Privatbank Julius-Bär, die über 13 Prozent nachgaben und am Mittag nur noch 45.36 Fr. wert waren. Auch die Titel der Versicherungen Zurich, Swiss Re und Bâloise gaben deutlich nach.

Zu den Verlierern gehörten zudem Industriewerte wie ABB, Sulzer OC Oerlikon oder Schlatter. Analysten begründeten den Kurszerfall mit wachsenden Rezessionsängsten und Sorgen um einen Rückgang des Exportgeschäfts. (SDA/snx)

Papst: «Wer auf Geld baut, baut auf Sand»

ROM – Jetzt hat auch Papst Benedikt XVI. Stellung zur Finanzkrise genommen. Er sagte, dass es Werte gebe, die wesentlich wichtiger als Geld seien. «Wir sehen jetzt durch den Zusammenbruch der grossen Banken, dass Geld einfach verschwindet, dass es nichts bedeutet, und dass alle Dinge, die uns so wichtig erscheinen, in Wirklichkeit zweitrangig sind», sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche heute in Rom. «Wer das Haus seines eigenen Lebens nur auf sichtbare und materielle Dinge – wie Erfolg, Karriere und Geld – aufbaut, der baut auf Sand», erklärte Benedikt weiter. Nur das Wort Gottes sei die einzig dauerhafte Realität, fügte er hinzu.

Papst besitzt «unbezahlbare» Schätze

Gemäss Wikipedia besitzt der Vatikan, die weltliche Behörde des Papsts, Gold, das er in New York lagert, gut 850 Immobilien im geschätzten Wert von 2,2 Milliarden Franken sowie unbezahlbare Kunstschätze. (SDA/snx)

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