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«Ungenügend», lautete die erste Reaktion der SP-Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer (BL) auf das neue UBS-Lohnmodell. «Es braucht eine klare Obergrenze für die Löhne der Konzernleitungs- und der Verwaltungsratsmitglieder», erklärte die Finanzpolitikerin.
Die UBS müsse sich Auflagen gefallen lassen, so lange sie vom Staat unterstützt werde. Als Schritt in die richtige Richtung bezeichnete die Sozialdemokratin jedoch die Absicht der UBS, die Aktionäre über die Grundsätze des Vergütungsmodells abstimmen zu lassen.
Kritisch äussert sich auch Thomas Minder, Initiant der Initiative «gegen die Abzockerei». Das neue Vergütungsmodell sei «Augenwischerei». Denn die geplante Befragung der Aktionäre über die Vergütungspolitik sei nicht bindend.
Minder will mit seiner Initiative die Rechte der Aktionäre von börsenkotierten Unternehmen stärken. So soll die Generalversammlung die Vergütungen verbindlich festlegen (Blick.ch berichtete).
Positiver fällt die Einschätzung beim Zürcher SVP-Nationalrat Hans Kaufmann aus. Er könne mit den Korrekturen der UBS gut leben. Es sei richtig, dass variable Lohnanteile erst ausbezahlt würden, wenn auch die Aktionäre einen Gewinn erwarten könnten. Wichtig sei zudem, dass die Grossbank auf «Goldene Fallschirme» verzichte und keine Lohnobergrenzen festlege.
Kaufmann hält auch den Zeitpunkt für die Änderung für günstig: Da die Bundeshaus-Fraktionen bald das UBS-Hilfspaket diskutierten, sei es gut, dass die UBS zu ihrer Entlöhnungspolitik Klarheit verschafft habe. Dies ist auch für Ständerat Philipp Stähelin (CVP/TG) ein zentraler Punkt.
Soweit er die Vorschläge inhaltlich kenne, gingen sie in die richtige Richtung, sagte Stähelin, der Präsident der Finanzkommission (FK) des Ständerates, weiter. Er werte dies als positives Zeichen. Es müsse aber noch geklärt werden, wie das neue Modell zeitlich umgesetzt werde.
Keine Überraschung sind die Änderungen für Nationalrat Fabio Abate (FDP/TI). «Es erscheint mir normal, dass die UBS in der heutigen Lage ihr Lohnmodell revidiert», sagte der Präsident der FK des Nationalrats. Der Vorschlag setze ein Zeichen in Richtung Vertrauensbildung. Das sei zu begrüssen. (SDA/hhs)