
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Die Grossbank UBS hat laut Kurer die enormen Risiken in ihren Büchern reduzieren können. Die Bilanzsumme wurde seit dem 2007 erreichten Höchstwert von rund 2,5 Billionen um mehr als 500 Milliarden Franken zurückgefahren.
«Unsere Risikopositionen in der Bilanz wurden stark reduziert, geschlossen oder verkauft», schreibt UBS-Präsident Peter Kurer heute in seiner vorab verfügbaren Rede für die ausserordentliche Generalversammlung in Basel. Auch Personalbestand und operative Kosten würden laufend reduziert. Konkrete Angaben machte er aber nicht.
Die Bank sieht sich weiterhin solide finanziert. Kurer verwies darauf, dass sich die Eigenkapitalquote per Ende des zweiten Quartals auf 11,6 Prozent beim Kernkapital und auf 15,7 Prozent beim Gesamtkapital belief. Dies sei eine der höchsten Kapitalquoten in der Finanzindustrie.
Zum dritten Quartal sagte Kurer, die UBS habe sich durch die Umwälzungen der letzten 20 Tage «recht erfolgreich» hindurchmanövrieren können. Die Bank habe einen «kleinen Gewinn» erzielen können (siehe Video). Genaue Zahlen wollte er partout nicht nennen. Die gebe es am 4. November.
Er verwies darauf, dass die UBS frühzeitig die grundsätzlichen Ursachen der Krise zu lösen begonnen habe, einschliesslich der zweimaligen Kapitalaufnahme. Die noch bestehenden exponierten Risikopositionen wolle die UBS «aggressiv reduzieren». Dies schliesst eine weitere Reduktion der Bilanz ein.
Die UBS wolle ihre Reputation so rasch wie möglich und vollumfänglich wiederherstellen. In der Schweiz möchten sich die UBS wieder als ein nationaler Champion etablieren.
«Wir werden an diesen ehrgeizigen Zielen hart, aber zugleich mit Bescheidenheit arbeiten.» Dies setze voraus, dass die UBS ihre Vergütungsmodelle einschliesslich Boni an die neue Situation der Finanzindustrie anpasse.
Die Investmenbank, die das Debakel auf dem US-Hypothekenmarkt verschuldet, werde grundlegend neu aufgestellt. Die Kostenbasis und der Personalbestand seien dem heutigen Marktumfeld angepasst worden. «Dies werden wir in den kommenden Monaten fortsetzen, um die Gewinnschwelle so rasch wie möglich wieder zu überschreiten.»
Er sei überzeugt, dass die UBS 2009 in die Gewinnzone zurückkehre. Die schwierigen Bedingungen auf den Finanzmärkten dürften aber bis ins nächste Jahr anhalten, räumte Kurer ein. (SDA/gux)
play
Peter Kurer verschreibt seiner Bank Ehrgeiz und Bescheidenheit. (Reuters)