Wie reagieren Konkurrenzbanken, wenn ein verunsicherter UBS-Kunde bei ihnen Rat sucht? SonntagsBlick hat sechs Banken getestet.
Gestatten, mein Name ist Schmid, Hansjörg Schmid. Ich bin 39 Jahre alt, einigermassen vermögend (siehe rechts) und UBS-Kunde. Die Meldungen der letzten Tage haben mich verunsichert. Jetzt habe ich Panik, mein Geld könnte nicht mehr sicher sein.Herr Schmid ist zwar nur fiktiv. Aber so wie er schlafen viele Schweizer in diesen Tagen schlecht. Beim Bankenombudsmann läutete das Telefon die ganze Woche Sturm: «Sicherheit ist das Hauptthema», so der stellvertretende Ombudsmann Christian Guex. UBS-Kunden laufen in Massen zur Konkurrenz über. Einzelne
Banken können sich kaum mehr retten vor Anfragen. Auch der fiktive Herr Schmid will die Bank wechseln. Er klopfte diese Woche bei sechs Instituten an und stellte immer die gleichen Fragen: Geht die
UBS unter? Soll ich meine Fonds jetzt verkaufen? Was bieten Sie mir, wenn ich von der UBS zu Ihnen wechsle? Die Antworten der Bankberater lesen Sie rechts. Peter Stocker (41), Geldexperte beim VZ Vermögenszentrum, bewertet sie. Fazit: Die Banken lassen sich nicht zwei Mal bitten, wenn es darum geht, der UBS Kunden abzujagen. Die meisten bleiben fair. Einzelne sind aber schlicht überfordert.