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Gleichzeitig wurde Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel für eine weitere Amtsdauer von drei Jahren nominiert. Dies obwohl Ospel gegenüber dem Verwaltungsrat den Wunsch geäussert hatte, in absehbarer Zeit von seinem Amt zurückzutreten.
Ospel hatte deshalb vor rund einem Jahr Wuffli als seinen Nachfolger vorgeschlagen. Der Verwaltungsrat habe sich jedoch Ende letzter Woche bei einem Treffen in Valencia entschieden, diesem Vorschlag nicht zu folgen und habe Ospel gebeten, sich für weitere drei Jahre zur Verfügung zu stellen.
In der Folge habe sich Wuffli entschieden, die Bank zu verlassen und seine Funktion per sofort an Peter Rohner zu übertragen. Der 49-jährige Wuffli hatte den Chefposten 2003 übernommen.
Die UBS will trotz dem abrupten Rücktritt an ihrer Strategie festhalten (siehe Kasten rechts). Der Entscheiddes Verwaltungsrates, Wuffli nicht für das Präsidium zu nominieren, sei zu akzeptieren, sagte Ospel.
Wuffli, der per sofort die Grossbank verlässt, erhält laut Ospel keinen goldenen Fallschirm. Der scheidende Konzernchef werde gemäss den üblichen Regeln während zwölf Monaten seinen Lohn inklusive Boni beziehen. Eine Abgangsentschädigung gebe es nicht.
Wufflis Nachfolger, der 42-jährige Rohner, hatte bisher die Privatkundensparte geleitet, die besonders wohlhabende Kunden bedient. Er half bei der Expansion dieses Bereichs in Staaten wie Deutschland, Grossbritannien, Frankreich, Italien und Spanien. Seine Stelle wird vom Konzernleitungsmitglied Raoul Weil übernommen.
Nach Angaben des Wallstreet Journals und der «New York Times» erfolgte der Führungswechsel im Zusammenhang mit einer Serie von Rückschlägen, vor allem mit dem hauseigenen Hedge Fonds Dillon Read. Ausserdem hatte die UBS in zwei Quartalen in Folge enttäuschende Ergebnisse vorgelegt. (SDA/dip)