UBS-CEO Ermotti gesteht «Ich wäre lieber Fussballer geworden»

Als Chef der Grossbank UBS verdient Sergio Ermotti über 14 Millionen Franken pro Jahr. Trotzdem wäre der begeisterte Fussballer einer anderen Karriereplanung nicht abgeneigt gewesen.

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Sergio Ermotti (56) ist auch heute noch Präsident des Tessiner Fussballclubs Collina d’Oro an seinem Wohnort Montagnola TI. Beim Zweit-Liga-Club steht er mit so viel Leidenschaft in der Pflicht wie als CEO bei der Schweizer Grossbank UBS.

Er wäre nämlich lieber Fussballer geworden, verrät Ermotti im Interview in der aktuellen Ausgabe des «Migros-Magazins». Unter einer Voraussetzung würde er seinen Job tauschen: «Gegen ein Finalspiel in der Champions League oder an einer Weltmeisterschaft», sagt der UBS-CEO. «Auf diesem Niveau zu spielen, wäre ein Traum.»

Joggen, Skifahren, Surfen, Fussball: Der Multimillionär Sergio Ermotti treibt leidenschaftlich Sport, hier im Jahr 2011. play
Joggen, Skifahren, Surfen, Fussball: Der Multimillionär Sergio Ermotti treibt leidenschaftlich Sport, hier im Jahr 2011. Marcel Sauder

Wenn er diesen Weg eingeschlagen hätte, so Ermotti, wäre er allerdings jetzt pensioniert. «Und als CEO einer Bank darf ich immer noch arbeiten. Deshalb ist es vielleicht besser so», sagt er.

Freude auf dem Fussballplatz

Ihm mache es einfach Freude, auf den Fussballplatz zu gehen und zuzuschauen, sagt er zu seinem Engagement bei Collina d’Oro. «Das ist eine komplett andere Welt für mich, und es ist ein Beitrag an die Gemeinschaft in meiner Region.»

Als Banker erhält Ermotti allerdings mehr Lohn als viele Fussballer. 2015 waren es 14,3 Millionen Franken! «Mein Vater war ein einfacher Bankangestellter. Ich weiss sehr genau, was es heisst, Geld zu verdienen», sagt Ermotti. Aber klar: «Ich behaupte nicht, dass Geld für mich keine Rolle spielt. Es ist mir wichtig, dass ich marktgerecht bezahlt werde.»

Apropos Bank: Müssen UBS-Kunden bald mit einem Negativzins auf Sparguthaben rechnen? «Kleinanleger kaum», sagt Ermotti. Es sei denn, die Nationalbank verschärfe die Politik mit den Negativzinsen. «Für sehr vermögende Kunden können wir mögliche Schritte dann nicht ausschliessen.»

Publiziert am 31.10.2016 | Aktualisiert am 22.12.2016
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3 Kommentare
  • Benno  Schoenholzer aus Yang Talad
    01.11.2016
    Fussball ist ein Teamsport!! Die UBS war noch nie ein Team!!!
  • Karl Stefan  Friedl aus Patong
    01.11.2016
    Für den Lohn von Ermotti, muss jeder MA im Jahr 233.00 erwirtschaften.
    Ob der Lohn gerechtfertigt ist sei dahingestellt, da noch so manche Kleinigkeit hinzukommen.
  • Hans  Scheidegger 31.10.2016
    Im Fussball gibt es Tore und Eigentore. Und solche Eigentore hat die UBS in den letzten Jahren zahlreiche geschossen. Darum sieht ihre Bilanz sehr durchwachsen aus. Nicht zuletzt oft zum Nachteil der eigenen Kunden und der "normalen" Mitarbeitenden.