UBS angeschlagen im 3. Quartal

  • Aktualisiert am 03.01.2012

ZÜRICH – Nach der wiederholten Gewinnwarnung hat die Grossbank UBS heute Zahlen vorgelegt. Mit dem Quartalsverlust von 726 Millionen Franken ist der Gewinn für die ersten neun Monate im Ganzen um rund 3 Milliarden Franken zurückgegangen.

Die UBS hatte den Verlust im dritten Quartal in dieser Grössenordnung bereits angekündigt (Blick.ch berichtete). Der Grund für das Minus von 726 Millionen Franken sind hohe Verluste und Abschreibungen auf Wertschriften im US-Markt für Wohnimmobilien. Diese führen dort zu einem Verlust in Höhe von 4,2 Milliarden Franken.

Für die ersten neun Monate 2007 beläuft sich der Gewinn der grössten Schweizer Bank damit noch auf 7,713 Milliarden Franken gegenüber 8,850 Milliarden im Vorjahr.

Das Ergebnis ist noch schlechter, als es auf den ersten Blick aussieht. Denn im zweiten Quartal 2007 hatte die UBS noch Sondereinnahmen von rund 2 Milliarden Franken für den Verkauf ihrer Anteile an der Bank Bär erzielt.

Weiterhin viel Geld verdient die UBS in ihrem Vermögensverwaltungsgeschäft. Im dritten Quartal flossen ihr 40,2 Milliarden Franken an neuen Vermögen zu. Der Gewinn in der Vermögensverwaltung für reiche Privatkunden stieg auf einen neuen Rekordwert von 2,388 Milliarden Franken.

Das vierte Quartal habe zwar gut begonnen, so die UBS. Aber: Eine Verschlechterung im US-Häuser- und Hypothekenmarkt könnte zusätzliche Abschreibungen nötig machen. Die Investment Bank werde deshalb auch im vierten Quartal noch einen Verlust schreiben.

Gestern hatte die UBS abermals eine Gewinnwarnung herausgegeben. Sie war von Analysten mit Überraschung vernommen worden, zumal sie lediglich Altbekanntes bestätigte. Die Marktbeobachter vermuteten deswegen, dass die UBS-Führung vor der Veröffentlichung der Zahlen äusserst nervös sein musste. (SDA/gux)

Robust genug, um Immobilienkrise zu überwinden

NEU-DELHI – Die amerikanische Konjunktur ist nach Worten von US-Finanzminister Henry Paulson robust genug, um die Krise auf dem Immobilienmarkt zu überwinden. «Wir haben eine starke Weltwirtschaft und eine starke US-Wirtschaft», sagte er heute in einer Rede vor Wirtschaftsvertretern in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi. Allerdings könnte es noch eine Weile dauern, bis die Krise auf dem Immobilienmarkt beigelegt sei. In Washington nimmt die US-Notenbank nimmt heute Beratungen über ihre künftige Zinspolitik auf. Unternehmen und Verbraucher hoffen darauf, dass die Federal Reserve Bank (Fed) unter ihrem Präsidenten Ben Bernanke sie mit billigem Geld aus der Kreditklemme befreit.

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