«Tut mir leid, Kumpel, Du bleibst in dem Job»

  • Publiziert: 21.03.2009, Aktualisiert: 14.01.2012

WASHINGTON – Barack Obama hält an seinem Finanzminister fest. Sollte Timothy Geithner seinen Rücktritt anbieten, würde er dies nicht akzeptieren, liess der US-Präsident verlauten.

«Tut mir leid, Kumpel, Du bleibst in dem Job», würde er Geithner in einem solchen Fall erwidern, betonte Obama lachend in einem Interview mit dem Fernsehsender CBS. Allerdings hätten weder er noch Geithner dessen Rückzug erwogen.

Republikanische Politiker hatten den Rücktritt des Finanzministers gefordert, nachdem deutlich wurde, dass sein Haus über die umstrittenen Bonuszahlungen an AIG-Manager frühzeitig Bescheid gewusst hatte.

Neue Pläne für Finanzbranche
Obama wies die wachsende Kritik an seiner Reform- und Wirtschaftspolitik zurück. Schliesslich könne niemand erwarten, dass er in 40 Tagen Amtszeit die schlimmste Wirtschaftskrise seit der grossen Depression in den 30er Jahren lösen werde.

Kommende Woche sollen die konkreten Pläne der US-Regierung zur weiteren Stabilisierung der Finanzbranche und möglicherweise auch neue Regulierungsmechanismen bekanntgegeben werden. Dies berichteten verschiedene US-Medien unter Berufung auf Regierungskreise.

Obama appelliert an Wall Street
Obama betonte in dem Interview mit dem US-Fernsehsender, dass er bei der Umsetzung seiner Pläne auch die Unterstützung der Wall Street, sprich der Banken und anderer Finanzinstitute, brauche.

Finanzminister Geithner wird einem Bericht des «Wall Street Journal» vom Samstag zufolge am Montag erläutern, wie er sich die Sanierung der Banken und schärfere Kontrollen vorstellt. In erster Linie aber geht es darum, wie die staatlichen Rettungsgelder für die Finanzinstitute eingesetzt werden sollen. (sda)

play Wenns nach dem Präsidenten geht auch weiterhin ein Team: Barack Obama und sein Finanzminister Timothy Geithner. (Reuters)

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