Tüftler-Nation Schweiz Wir sind Patent-Weltmeister!

ZÜRICH/MÜNCHEN - Die Schweiz hat 2015 europaweit die meisten Patente pro Einwohner angemeldet. Die erfinderischste Firma kommt neu von der Grenze zu Deutschland.

Die Roche-Labors sagen Antibiotikaresistenzen den Kampf an (Archiv) play
Labor von Roche: Kein Schweizer Unternehmen meldete 2015 so viele Patente an wie der Pharma-Konzern aus Basel KEYSTONE

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Es ist ein Rekord: Im letzten Jahr landeten 7'088 Patentanmeldungen aus der Schweiz auf den Schreibtischen des Europäischen Patentamtes (EPA) in München. Das ist eine Steigerung von 2,6 Prozent.

Nachdem die Anzahl der Schweizer Patente 2013 stagniert war, legten die Anmeldungen das zweite Jahr in Folge zu, wie das EPA am heutigen Donnerstag mitteilte.

Rechnet man die Anmeldungen auf die Einwohnerzahl herunter, wurden im letzten Jahr 873 Patente pro eine Million Einwohner angemeldet. 2014 waren es 25 weniger gewesen.

Medizintechnik als einfallsreichste Branche

Damit sei die Schweiz «die klare Nr. 1 in Europa», erklärte das EPA. Mit «grossem Abstand» folgen die Niederlande mit 420 Patenten pro eine Million Einwohner auf Platz zwei. Gemeinsam mit den USA, Japan, Deutschland und den USA reichten sie am meisten der insgesamt 160'000 Patentanmeldungen ein.

Die Schweiz landet bei der reinen Zahl der Anmeldungen auf Platz sechs und damit einen Rang besser als das EPA im Dezember auf der Basis vorläufiger Zahlen prognostiziert hatte.

«Unter den zehn wichtigsten Technologiefeldern gab es in der Schweiz das stärkste Wachstum bei den Anmeldungen in der Medizintechnik (+22 Prozent)», erklärt das EPA. Kein Wunder also, dass der Daniel Düsentrieb unter den Schweizer Firmen 2015 aus dem Bereich Gesundheit stammt.

Top-Plätze auch im weltweiten Vergleich

644 Patente meldete der Pharma-Konzern Roche aus Basel im vergangenen Jahr an – eine Steigerung um 80 Prozent. Der Industrie-Konzern ABB, der Spitzenreiter der Vorjahre, rutschte mit 563 Anmeldungen auf Platz zwei. Der Nahrungsmittel-Riese Nestlé folgt mit 410 Patenten, Novartis mit 369 Anmeldungen.

Das ist nicht nur im Europa-Vergleich ein Top-Wert: «In den zehn aktivsten Technologiefeldern beim EPA belegten Novartis, Roche und ABB auch im weltweiten Vergleich Spitzenpositionen», so das Patentamt in einer Pressemitteilung.

Publiziert am 03.03.2016 | Aktualisiert am 14.03.2016
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  • Marion   Jost aus Schönenwerd
    03.03.2016
    Und genau diesen Erfindergeist, die Lust auf Innovation und Forschung darf wegen der SVP-Politik nicht aufs Spiel gesetzt werden! Innovation ist die Stärke der Schweiz, wir haben keine Rohstoffe dafür aber sehr viele clevere Leute und gute Ausbildungsmöglichkeiten! Es braucht auch in Zukunft Investitionen in unsere Wissenschaft und Forschung, den Sparheben da ansetzen oder Horizon 2020 zu riskieren ist der völlig falsche Weg!!!