Trotz Preisdruck Swisscom erzielt 1,2 Milliarden Gewinn

BERN - Swisscom erzielte in den ersten neun Monaten einen Gewinn von 1,2 Milliarden Franken. Der Umsatz sank leicht auf 8,6 Milliarden.

Trotz Preisdruck: Swisscom erzielt 1,2 Milliarden Gewinn, Umsatz sinkt play
Der grösste Schweizer Telekonanbieter Swisscom legte ein durchwachsenes Resultat hin. SAMUEL TRUEMPY

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Der Reingewinn kletterte um 13,1 Prozent auf 1,2 Milliarden Franken, wie der Telekomkonzern heute bekannt gab. Im Vorjahr hatte allerdings die Rückstellung von 186 Millionen Franken für eine Busse der Weko das Ergebnis nach unten gezogen.

Hinzu kam in diesem Jahr ein ausserordentlicher Geldsegen aus einem Rechtsfall der italienischen Breitbandtochter Fastweb. Der Betriebsgewinn vor Amortisationen und Abschreibungen (EBITDA) kletterte in der Folge um 6,7 Prozent auf 3,3 Milliarden Franken. Ohne die Sondereffekte wäre der Betriebsgewinn um 1,7 Prozent gesunken.

Mehr Bündelangebote und TV-Anschlüsse

Gewachsen ist die Nummer eins auf dem Schweizer Telekommarkt mit Bündelangeboten, deren Umsatz um 12 Prozent auf 1,85 Milliarden Franken anstieg. Vorwärts machte Swisscom auch im TV-Segment, wo die Anzahl der Anschlüsse auf 1,44 Millionen stieg (+13 Prozent).

Der Umsatz des blauen Telekom-Riesen stagnierte bei 8,6 Milliarden Franken. «Wir haben erneut solide Zahlen erarbeitet, auch wenn der Wind im dritten Quartal rauer geworden ist», erklärte Swisscom-Chef Urs Schaeppi im Communiqué. Starker Preisdruck und sinkende Preise für die Benutzung des Handys im Ausland (Roaming) forderten die Swisscom bei Umsatz und Profitabilität.

Insgesamt hat der Konzern die Erwartungen der Finanzgemeinde in etwa erfüllt. Analysten hatten gemäss der Nachrichtenagentur AWP im Durchschnitt mit einem Umsatz von 8,65 Milliarden Franken und einem EBITDA von 3,31 Milliarden Franken gerechnet. Beim Reingewinn hatten sie 1,17 Milliarden Franken prognostiziert. (SDA/uro)

Publiziert am 03.11.2016 | Aktualisiert am 04.11.2016
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12 Kommentare
  • Marcel  Hodel 03.11.2016
    Bravo Swisscom. Gute Firma aber hoffnungslos überteuert, weil sie dem Staat jährlich hunderte von Millionen abliefert als indirekte Steuern. Aber die Schweizer machen fleissig mit. Ich bin bei einem Mitbewerber und zahle etwa für gleiche oder sogar bessere Leistung ca. 1/3.
  • Max  Zolliker aus Zürich
    03.11.2016
    Freuen wir uns doch über den schönen Gewinn, statt wieder Prügel, Missgunst und Häme auszuteilen. Swisscom bietet 20000 Arbeitsplätze, davon 500 für Lehrlinge! Der Bund als Hauptaktionär und somit der Steuerzahler profitiert von einer gesunden Swisscom. Heute kann jeder, welcher sich als Weihnachtsgans oder abgezockt fühlt, einen anderen Anbieter wählen. Ich freue mich über jede Firma, welche es gut geht! Oder ist jede Firma, welche Gewinn macht, eine Abzockerin?
    • Simon  Reichlin 03.11.2016
      Partiell bin ich einverstanden, ein gesicherter Arbeitsplatz sollte uns allen etwas Wert sein. Der hoch gepriesene freie Markt führt aber dazu, dass nur noch da gebaut wird wo 1000ende Kunden auf einmal zu holen sind. Eine schöne freie Wahl wenn alle über dasselbe langsame Swisscomkabel zu fast demselben Preis ins Haus kommen. Von der schönen neuen Cloud können wir nur träumen... Wann haben Sie das letze Mal ein einiges Foto versandt und dafür mehr als 2 Minuten gewartet?
  • Steven  Baerner 03.11.2016
    Rechnungen mehrfach verrechnen, Buchhaltung nicht nach Zahlungseingängen führen, Androhung von Abschaltung mit Aufschaltgebühr wenn Forderungen nicht erfüllt werden und dann , trotz Fehler bei der Swisscom, Aufschaltgebühren, nach ungerechtfertigter Abschaltung, verlangen. Kein Wunder kommt ein solches Resultat heraus.
  • Adrian  Hostettler 03.11.2016
    Bei 8.6 Mill. 1.3 Mill. Reingewinn? Da wird sehr deutlich, wie die flächendeckend abgezockt und ausgenutzt wird. Zum Glück haben wir in der Stadt St. Gallen nun ein neutrales Glasfasernetz, so dass wir alle Swisscom-Abos und Anschlüsse in unseren beiden Betrieben und Privat kündigen konnten. Mit der eingesparten Differenz können wir nun ganz toll in die Ferien!
  • Robin  Dominic 03.11.2016
    Ein EBITDA von 3,3 Milliarden Franken bei einem Umsatz von 8,6 Milliarden. Ein ganz erstaunliches Verhältnis und Ergebnis bei einem Unternehmen, welches immer noch in Teilbereichen den Service Public als Auftrag hat. Klar zu erkennen, dass wir für Telecom-Dienstleistungen immer noch deutlich zuviel bezahlen.