Trotz Gewinneinbruch Julius-Bär-Chef Collardi verdient 6,2 Millionen Franken

Die Privatbank Julius Bär hatte wegen einer Millionenbusse 70 Prozent weniger Gewinn erzielt. Dennoch verdient ihr Chef, Boris Collardi, fast eine halbe Million mehr als im Vorjahr.

FINANZWIRTSCHAFT, PRIVATBANK, GELDINSTITUT, BANK JULIUS BAER,  BILANZMEDIENKONFERENZ, BILANZPRESSEKONFERENZ, BMK, play
Boris Collardi, Chef der Bank Julius Bär, verdient rund eine halbe Million mehr als im Vorjahr. Keystone

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Airbnb war gestern - Sex auch Die Schlafkoje erobert Amerika
2 Wegen Terror und Preiskampf Swiss fliegt nicht mehr nach Istanbul
3 Swisscom schickt Senioren auf Monsterjagd Hier lernen Joe (76) & Co....

Wirtschaft

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
2 shares
10 Kommentare
Fehler
Melden

Boris Collardi (41), der Chef der Bank Julius Bär, hat 2015 ein Gesamtsalär von 6,2 Millionen Franken erhalten. Das sind über 400'000 Franken mehr als im letzten Jahr.

Die gesamte Chefetage kostete die Bank 17,2 Millionen Franken, knapp eine halbe Million weniger als 2014.

Die Geschäftsleitung war allerdings um ein Mitglied verkleinert worden, wie dem veröffentlichten Vergütungsbericht des Instituts zu entnehmen ist.

Der Lohn des Konzernchefs setzt sich aus einem Basissalär von 1,44 Millionen Franken zusammen. 4,3 Millionen sind variable Bestandteile, 475'000 Franken schliesslich fliessen in die Pensionskasse.

Millionenbusse schmälert Gewinn

Der Verwaltungsrat wurde mit insgesamt 2,7 Millionen Franken bedacht. Sein Präsident Daniel Sauter erhielt davon 1,05 Millionen.

Das Gesamthonorar des Verwaltungsrats sowie auch seiner Präsidenten sank damit um knapp 100'000 Franken. Im Julius-Bär-Aufsichtsgremium sitzen neun Mitglieder. Ehrenpräsident Raymond Bär erhielt 103'000 Franken.

Julius Bär musste 2015 einen Gewinneinbruch von fast 70 Prozent auf 123 Millionen Franken einstecken. Hauptgrund war eine Strafe von rund einer halben Milliarde Franken für die Beilegung des Steuerstreits mit den USA.

Die verwalteten Vermögen stiegen indessen um drei Prozent trotz negativer Währungseffekte. (SDA)

Publiziert am 21.03.2016 | Aktualisiert am 24.03.2016
teilen
teilen
2 shares
10 Kommentare
Fehler
Melden

10 Kommentare
  • steve  Hunter aus Luzern
    21.03.2016
    Von einem Verdienst kann nicht die Rede sein!
    Herr Collardi hat 6.2 Mill. auszahlen lassen. Es ist ein absurdum, wie sich
    Ceo,s Bankdirektoren und andere Pseudo Titel bereichern. Eine Frechheit ein Schlag ins Gesicht der arbeitenden Bevölkerung!
  • W.  Friedli aus KTM
    21.03.2016
    Ja das ist doch ganz einfach. Die Banken zahlen seit Jahren keinen Zins an Ihre Kunden aus. Sondern Sie verlangen noch Depot Gebuehren. So verdienen die Banken Ihr Geld das eigentlich den Kunden gehoert.
    Wann hoert endlich die Abzockerei auf??? Das ganze System kommt aus USA und was von da kommt ist super gut. So ist es leider.
  • Urs  Sondi , via Facebook 21.03.2016
    Herr Collardi hat die 6.2 Millionen nicht verdient, sondern bekommen.
  • Paul  Mauchle aus St.Gallen
    21.03.2016
    Fast täglich erfährt man von Betriebsschliessungen, Entlassungen, Lohneinbussen usw. Gleichzeitig ist zu lesen, wieviel Millionen in den Teppichetagen von Banken, Versicherungen und Konzernen ausbezahlt werden. Wo steuern wir eigentlich hin wenn gewisse Kreise bis zum abwinken abzocken während das Fussvolk immer ärmer wird.
  • Ursula  Abegglen , via Facebook 21.03.2016
    Die Banken geben Kredite mit Geld, das nicht existiert, dann aber in der Realwirtschaft verdient werden muss. Da darf man doch grosszügig sein. Währenddessen wird die zirkulierende Geldmenge immer grösser. Von weitem winkt die Superinflation.