Trotz 24 Milliarden Gewinn der Nationalbank Für die Spekulanten gibts nur Brösmeli

Die Säckelmeister von Bund und Kantonen reiben sich die Hände. Sie erhalten 1,5 Milliarden Franken von der Nationalbank. Die Aktionäre erhalten nur ein Promille davon.

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Die Schweizerische Nationalbank (SNB) fuhr letztes Jahr einen Gewinn von mehr als 24 Milliarden Franken ein. Mit dem Geld könnte die Eidgenossenschaft gleich nochmals eine Neat durch die Alpen bohren.

Vor allem Zinsen und Dividenden hätten der SNB zu diesem Gewinn verholfen, sagt Thomas Stucki, Chefökonom der St. Galler Kantonalbank (SGKB). Hinzu kamen die Kursgewinne auf Aktien. Die SNB hält Aktien und Obligationen im Gesamtwert von 680 Milliarden Franken.

Die staatlichen Säckelmeister können sich freuen. Die SNB beglückt sie mit 1,5 Milliarden Franken – eine Milliarde für die Kantone, 500 Millionen für den Bund. 20 Milliarden behält die SNB in der Hinterhand für künftige Ausschüttungen.

Die Aktionäre müssen sich hingegen mit Brosamen begnügen: Sie erhalten 1,5 Millionen Franken – ein Tausendstel der Ausschüttung an die öffentliche Hand.

Gemäss Nationalbankgesetz ist die Dividende der SNB auf sechs Prozent das Aktienkapitals oder 15 Franken pro Aktie beschränkt. Mehr als die 1,5 Millionen liegen also gar nicht drin.

Spekulanten scheinen das Gesetz nicht zu kennen: Sie posteten 2016 wie wild SNB-Aktien und trieben den Kurs auf ein Allzeithoch von 2120 Franken. Wer dann kaufte, kommt nun auf eine Dividendenrendite von 0,7 Prozent.

Für manche Käufer geht die Rechnung trotzdem auf: «Die Rendite ist noch immer höher als bei Bundesobligationen», sagt Stucki.     

Privatanleger lassen aber besser die Finger von den Papieren. Denn sobald die Zinsen steigen, dürfte der Kurs in den Keller rasseln.

Publiziert am 10.01.2017 | Aktualisiert am 10.01.2017
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3 Kommentare
  • Rolf  Hess 11.01.2017

    Nur eine mickrige Milliarde für die Kantone. Mich laust der Affe. Nicht vor langer Zeit machten sie 38 Mia Reines und die Kantone wurden auch nur mit einer mickrigen Mia abgespiesen. Das Geld der SNB gehört der Nation und sollte den Kantonen viel mehr Anteile bringen, als jährlich so kleine Almosen.
    Der absurdeste Auftrag der SNB besteht momentan darin, gegen die laufende Gelddruckerei der EZB, die den Markt mit monatlichen 60 Mia EURO überflutet zu kämpfen. Das ist eine Sisyphusarbeit.
  • Markus  Meiler aus Zürich
    10.01.2017
    Wäre schön wenn das andere Firmen auch so handhaben würden und zuerst für ihre Angestellten etwas tun, wie z.B. die alte SBG dies getan hat und Pauschal jedes Jahr 100 Mio für alle in die PK einzahlt, das kommt dann allen zu Gute und nicht nur der sowieso unfairen Bonusverteilung wo nur die Chefen, welche in Grossfirmen am wenigsten machen noch Gelder erhalten.
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      10.01.2017
      Ja, die Firmen werden immer gieriger, und mit der USR3 wird das noch schlimmer werden, der Büezer hat nichts davon und darf dann noch mehr Steuern blechen weil ein riesiges Loch in der Kantonskasse klafft!