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Toyota ruft wegen Bremsproblemen mehrere Modelle seiner prestigeträchtigen Hybrid-Reihe zurück. Betroffen seien die neuesten Baureihen des Prius und des Lexus HS250H, bei denen die Software für das Bremssystem ABS überarbeitet werden müsse, teilte der weltgrösste Autohersteller heute mit.
Von der dritten Generation des Prius sollen weltweit rund 133000 Fahrzeuge in die Werkstätten beordert werden, davon 52903 in Europa. In der Schweiz sind rund 2000 Fahrzeuge betroffen, wie Toyota Schweiz mitteilte. Diese Fahrzeuge wurden in der Schweiz seit Juni 2009 verkauft.
Bis jetzt seien in Europa und in der Schweiz keine Unfälle bekannt, die mit diesen «Unregelmässigkeiten» in Verbindung stünden, schreibt Toyota Schweiz. Alle betroffenen Priusfahrer würden angeschrieben und über die Verbesserungsmassnahmen informiert. Sie könnten ihre Fahrzeuge auch bis zur Neuprogrammierung bedenkenlos fahren.
Prestigeträchtiges Ökoauto
Der Prius gilt als das weltweit bekannteste Hybrid-Auto und war im vergangenen Jahr der meistverkaufte Wagen in Japan. Beim Lexus sind nach Konzernangaben 14550 Autos betroffen. Zudem startete Toyota die Rückrufaktion für knapp 1,7 Mio. Fahrzeuge in Europa wegen fehlerhafter Gaspedale.
Nach Angaben des japanischen Konzerns wurden weltweit rund 400000 Autos verkauft, bei denen Probleme mit den Bremsen auftreten könnten. Die Behebung der Fehler werde pro Fahrzeug rund 40 Minuten dauern. Von der Rückrufaktion wegen der Bremsprobleme seien neben dem Prius und dem Lexus HS250H keine weiteren Modelle betroffen. Von den früheren Versionen des Modells Camry von 2010 sollten aber schätzungsweise 7300 Autos untersucht werden.
Toyota hat weltweit mittlerweile rund 300000 Exemplare der dritten Baureihe des Prius verkauft. Angesichts des Trends zu spritsparenden Autos ist das Modell wohl das wichtigste Fahrzeug des Konzerns, da es Toyota den Ruf als Vorreiter in Sachen Klimaschutz eingebracht hat. (SDA)
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Konzernchef Akio Toyoda muss Autos aus der ganzen Welt in die Werkstätten zurückrufen. (Reuters)