Tourismus Gästezahlen der Schweizer Seilbahnen brechen zum Saisonstart ein

BERN - BE - Endlich fällt der Schnee. Für die Schweizer Seilbahnen gilt es nun den schwachen Saisonstart wettzumachen. Miserabel ist es bislang vor allem für die Transportbetriebe im Berner Oberland gelaufen.

Braun statt weiss - für viele Seilbahnen in der Schweiz war es ein Saisonstart zum vergessen. play
Braun statt weiss - für viele Seilbahnen in der Schweiz war es ein Saisonstart zum vergessen. KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Banker-Legende Oswald Grübel (73) über Trump «Nehmen Sie nichts für bare...
2 WEF-Finanzchef Alois Zwinggi bringt Swissalp-Schwestern Pralinés «Ihr...
3 Bundespräsidentin Doris Leuthard im grossen Interview «Trump kann...

Wirtschaft

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden

Begonnen hatte die laufende Wintersaison eigentlich vielversprechend. Erste grössere Schneemengen fielen aussergewöhnlich früh: bereits im November konnten viele Skigebiete Bahnen und Pisten erstmals öffnen. Danach folgte jedoch eine lange Föhnperiode, die den Schnee regelrecht verflüssigte, und von Ende November bis Ende Jahr fiel im ganzen Land weder Regen noch Schnee.

Der rekordverdächtig trockene Dezember schlägt sich auch im Saison-Monitoring von Seilbahnen Schweiz (SBS) nieder. Der Transportumsatz der Bahnen fiel vom Saisonstart bis Ende Dezember um 4 Prozent tiefer aus als vor Jahresfrist. Die Gästezahlen (Ersteintritte) liegen sogar 12,6 Prozent hinter dem Vorjahr zurück, wie der Verband am Donnerstag mitteilte.

Dass der Umsatz deutlich weniger stark eingebrochen ist als die Gästezahlen dürfte vor allem mit dem vielerorts erfreulichen Absatz von Saisonabonnements zu erklären sein - der sehr frühe Schnee im November hatte diesen Vorverkauf positiv beeinflusst.

Insbesondere mittelgrosse Unternehmen in mittleren Höhenlagen mussten aber teils massive Einbussen in Kauf nehmen. Das zeigt sich etwa an den Zahlen für das Berner Oberland, wo es viele solcher Betriebe gibt. Gegenüber dem Saisonstart 2015 brachen die Ersteintritte um 30,5 Prozent ein. In den Waadtländer und Freiburger Alpen betrug der Rückgang 23,8 Prozent, in der Ostschweiz 23,3 Prozent und in der Zentralschweiz 19,3 Prozent.

Weniger betroffen von der Schneeflaute waren Gebiete in Graubünden (-3,9 Prozent) und im Wallis (-9,2 Prozent). Wintersportorte in diesen Kantonen sind vergleichsweise hoch gelegen. Glücklich schätzen konnten sich auch Gebiete mit Beschneiungsanlagen. Dank der tiefen Temperaturen trafen hier die Gäste meist sehr gute Pistenbedingungen an.

Trotz des ernüchternden Saisonstarts - in der Mitteilung zeigt sich SBS-Direktor Ueli Stückelberger vorsichtig optimistisch für den weiteren Verlauf der Saison: «Der verbreitete Wintereinbruch in diesen Tagen bis ins Unterland hinunter bringt nun die nötige Winterstimmung, was erfahrungsgemäss die Lust auf den Schneesport ankurbelt.»

Grossen Einfluss auf den Saisonverlauf habe nun vor allem das Wetter an den Wochenenden, so Ueli Stückelberger. (SDA)

Publiziert am 05.01.2017 | Aktualisiert am 05.01.2017
teilen
teilen
0 shares
Fehler
Melden