This Jenny verliert beim Konkurs ums «goldene Ei» eine halbe Million «Das konnte nie gut gehen»

DAVOS DORF - Ende 2013 wurde das «Goldene Ei» eröffnet. Jetzt meldete die Pächterin Konkurs an. This Jenni als Aktionär und Verwaltungsrat muss wohl eine halbe Million abschreiben. Er sah das Unheil kommen.

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Aufregung in Davos GR. Die Stilli Park AG erklärt Insolvenz. Sie ist Pächterin des Ende 2013 eröffneten Luxushotels InterContinental Davos, bekannt als «goldenes Ei». Das berichtete gestern die Zeitung «Südostschweiz».

Stilli-Aktionär und -VR This Jenny (62) bestätigt den Konkurs. Der Glarner alt SVP-Ständerat stieg im Herbst ein – um einem Handwerker zu helfen. Er kaufte dessen Stilli-Aktien ab, im Wissen, Geld zu verlieren. «Mir war klar, die Stilli Park wird nicht mehr lange überleben.»

Rund «500'000 Franken» betrage sein Verlust. Er kann es verschmerzen. Seine Baufirma Toneatti AG baute das 200-Millionen-Franken-Ei und verdiente goldig. «Stilli war für mich eine Goodwill-Aktion für eine Person in Not.»

Der Betrieb des Hotels und den zugehörigen Wohnungen sei völlig falsch aufgesetzt worden, sagt Jenny. «Das konnte nie gut gehen.» So sei das Hotel nicht richtig geführt gewesen. «Die InterConti-Leute spielen sich auf wie Zaren, sie haben mehr Personal als Gäste.»

Hotelbesitzerin ist der Real Estate Fund Hospitality der Credit Suisse (CS). Die Bank vereinbarte mit der Stilli eine fixe Pacht, die laut Jenny doppelt so hoch ist wie die Hoteleinnahmen. Den Verlust hätte Stilli tragen sollen. «Die Firma war ein reiner Durchlauferhitzer der CS», so Jenny. «Wäre Stilli ein Oligarch, wäre das ein sensationeller Vertrag für die CS. Aber die Bank hätte wissen müssen, dass das nicht funktioniert.» Derzeit erholt sich der Glarner in Davos von einer Magenoperation (siehe Kasten). «Stilli war zu schwach kapitalisiert, um jahrelang Verluste zu tragen.» Bei Vertragsabschluss mit dem CS-Fonds habe man mit «fantastischen Zahlen kalkuliert», sagt Jenny. «Dabei merkt selbst ein Maurer wie ich sofort: die Stilli Park AG wird mit dem InterContinental nie Geld verdienen.»

Schliessen müsse das Luxushotel aber nicht. «Es gibt keine Gläubiger, niemand verliert den Job, die Credit Suisse braucht einfach einen neuen Durchlauferhitzer», so Jenny. Es werde nun wohl eine Auffanggesellschaft gegründet, «mit neuen, vernünftigeren Verträgen».

Die Credit Suisse wollte auf Anfrage nicht Stellung nehmen.

Publiziert am 01.06.2014 | Aktualisiert am 03.06.2014

Nach OP: This Jenny kehrt heim

Neun Stunden dauerte die Operation: Anfang Mai entfernten Ärzte im Universitätsspital Zürich seinen Magen – This Jenny (62) hat Krebs. Nach dem Eingriff und der anschliessenden stationären Pflege erholte sich der Glarner alt Ständerat in einer Davoser Rehaklinik. Nächste Woche darf er endlich wieder nach Hause zurück.

«Es geht mir besser», sagt Jenny zu SonntagsBlick. In der Bündner Reha sei er fast jeden Tag gewandert und habe sogar ein Fitnessprogramm gemacht. Das Essen mit seinem neuen, künstlichen Magen sei aber noch immer eine Tortur: «Ich habe Mühe, mein Gewicht zu halten und bin oft müde.»

Elf Kilo hat er seit der Operation abgenommen. Nun setzt Jenny die Therapie ambulant fort: Bereits am Donnerstag muss der prominente Ex-Politiker zur Chemotherapie ins Kantonsspital Glarus.

Grosse Pläne haben Jenny und seine Lebenspartnerin Ursula Abgottspon (41) derzeit nicht. «In der jetzigen Situation nehmen wir jeden Tag, wie er kommt», sagt er. Schon vor der Operation hatten die beiden beschlossen, zu heiraten. 
Einen Termin haben sie aber noch nicht bestimmt.

Heute wird im Kanton Glarus im zweiten Wahlgang Jennys Nachfolger für den Ständerat gewählt. Nach der ersten Wahl Mitte Mai gilt sein Parteikollege Werner Hösli (53, SVP) als Favorit. (Walter Hauser)

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This Jenny ist mit rund 500'000 Franken an der Stilli Park AG beteiligt, die das Davoser Hotel InterContinental betreibt. play

This Jenny ist mit rund 500'000 Franken an der Stilli Park AG beteiligt, die das Davoser Hotel InterContinental betreibt.

Sabine Wunderlin
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15 Kommentare
  • alois  Leimgruber aus Villmergen
    02.06.2014
    500 000 Fr sind doch ein Klacks für ihn, schliesslich hat er mit dem seiner Baufirma für den 200 Mio Auftrag goldig verdient, einiges mehr als sein Verlust .
  • Peter  Lanzrein , via Facebook 01.06.2014
    Vielleicht sollte Blick einen Spendenaufruf lancieren, damit er keine finanziellen Einbussen erleiden muss, der Arme.....
  • Martin  Lenz , via Facebook 01.06.2014
    "Das konnte nie gutgehen" aber trotzdem eine halbe Million investiert? Kann er sicher von der Steuer abziehen.
  • Daniel  Weilenmann aus Zürich
    01.06.2014
    Einen Haufen Geld mit dem Auftrag für den Bau verdienen, Verwaltungsrats-Geld erhalten, und dann von Verlust reden. So ein Quatsch. 500000.- hat er vorher locker verdient !
    • William  Quispe aus Bellinzona
      01.06.2014
      Nicht alle Verwaltungsräte erhalten ein Honorar. Nur wer auf Publicity angewiesen ist oder einen schlechten Steuerberater hat. Die anderen erhalten ihr Honorar durch ihre Beteiligung mittels Dividende, und da sind keine Sozialabgaben geschuldet.
  • RONALD  SCHMID aus MIAMI
    01.06.2014
    Doch kein Problem. Mit der richtigen Vermarktung kann diese Hotel Anlage sicherlich profitable gemacht werden.