Telefon statt Kärtli: Bei Migros zahlen Kunden per Handy

Migros lanciert im Herbst das Bezahlen mit dem Smartphone an der Kasse. Der orange Riese baut dafür seine eigene App aus.

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Postfinance, Swisscom, Banken, die Grossverteiler: Zahlreiche Firmen tüfteln derzeit an der Superlösung für das Bezahlen per Handy. Jeder für sich und bislang ohne durchschlagenden Erfolg.

Jetzt greift Migros im Kampf um die Vorherrschaft ein. Im Herbst lanciert der orange Riese das Bezahlen mit dem Smartphone an der Migros-Kasse. Und zwar nicht mittels Übertragung durch die Funktechnologie NFC, wie spekuliert wurde. Sondern über die Smartphone-App der Migros.

In diese werden beispielsweise Bankkonten oder Kreditkarten integriert – in ­einem ersten Schritt allerdings nur das Konto der eigenen Bank. Das geht aus Migros-internen Präsentationsunterlagen hervor, die BLICK vorliegen.

Offenbar läuft das Bezahlen per Handy in einzelnen Pilotfi­lialen bereits reibungslos. Zunächst haben die 800'000 Kunden der Migros Bank die Möglichkeit, ihre Einkäufe mit dem Handy zu begleichen. Es soll schneller gehen, als das Zahlen mit Bank- oder Kreditkarte.

Voraussichtlich funktioniert das Handy-Zahlen so: Der Kunde aktiviert die Migros-App auf seinem Smartphone (Android oder iOS) und wählt den Menüpunkt «Mobiles Bezahlen» aus.

Keine Internet-Verbindung nötig

Nach der PIN-Code-Eingabe wird ein QR-Code generiert, den die Kassiererin scannt – und fertig ist der Bezahlvorgang. Das Handy muss dazu nicht mit dem Internet verbunden sein.

Doch Migros-Chef Herbert Bolliger (61) machte bereits klar, dass er nicht an einer reinen Migros-Lösung interessiert ist. Das Bezahlen mit dem Handy soll auch in anderen Geschäften möglich sein. Dazu laufen Gespräche.

Zudem dürften auch Konten und Karten anderer Banken in der Migros-App integriert werden. Damit wäre der Grossverteiler in der Poleposition. Die Migros will zu gegebenem Zeitpunkt informieren.

Publiziert am 10.07.2015 | Aktualisiert am 10.07.2015
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9 Kommentare
  • Reto  Koller 10.07.2015
    Nur "Bares" was man wirklich im Portemonnaie hat ist "Wahres" ! Kein Stromausfall, keine Hacker, 0 Überwachung, keine Softwarefehler, kein Diebstahl, kein Verlieren ! Nur das Geld im Portemonnaie kann mir wirklich abhanden kommen. Man muss ja nicht mit einigen 100er herumspazieren.
  • Fritz  Frigorr 10.07.2015
    Bezahlung per NFC ist ein uralter Hut, was die Migros damit erreichen will ist nur eines : Noch mehr Kundendaten sammeln, auswerten, verkaufen. Und alle Kunden, die mitmachen, machen sich noch gläserner.
    • Urs  Steiger , via Facebook 10.07.2015
      Lesen Sie den Artikel nochmals, es wird NICHT mit NFC gehen.
    • Fritz  Frigorr 11.07.2015
      Den Artikel habe ich sehr wohl gelesen, bevor ich meinen ersten Kommentar geschrieben habe. Wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass es schon lange möglich war, per Handy zu bezahlen.
  • Reinhold  Huber - Mayer aus Phi Phi, Thailand
    10.07.2015
    Und die Migros und alle bei denen du bezahlt haben deine Vorlieben, kennen deine Orte an denen du verkehrst. Und zu guter letzt wirst du mit Werbung bombardiert
    • Urs  Steiger , via Facebook 10.07.2015
      Na und? Ist ja bei der Kreditkarte auch so. Alles neue ist Negativ oder was ?
  • Salomon  Rittergold aus Lausanne
    10.07.2015
    Also muss man zuerst das Handy hervor kramen, dann den Pin eingeben, und dann muss die Kassiererin scannen. Das alles dauer laenger als mit der Plastikkarte.
    • Bruno  von Arx , via Facebook 10.07.2015
      Die meisten Leute unter 50 haben das Handy schneller zur Hand als die Karte zum Bezahlen. Der Code ist unter Umständen schneller auf dem Handy eingegen als die Karte, wenn möglich, noch verkehrt eingesteckt usw.

      Unter dem Strich sehe ich hier einen Zeitgewinn.
  • Kai   Fiesling 10.07.2015
    Die Bezahlmöglichkeiten sollten national geregelt werden. Gerade bei so marktbeherrschenden Unternehmen wie Migros oder Coop sollte man dafür sorgen, dass in allen Geschäften der Konzerne auch alle Schweizer die selben Bezahlmöglichkeiten haben.