Technologieriese muss Federn lassen: ABB erleidet Gewinneinbruch

ZÜRICH - Der Elektrotechnikkonzern ABB hat 2015 einen Gewinneinbruch von 25 Prozent auf 1,993 Milliarden Dollar erlitten. Der Umsatz schrumpfte um 11 Prozent auf 35,5 Milliarden Dollar.

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Als Hauptgründe für das vergleichsweise schlechte Abschneiden gibt das Unternehmen die Wechselkurssituation an, die besonders von der starken Konzernwährung, dem Dollar, getrieben gewesen war. Zudem habe das widrige Marktumfeld und dort insbesondere fehlende Aufträge aus der Erdöl- und Erdgasindustrie die Firma belastet.

Der Cashflow aus operativer Tätigkeit, ein genereller Gradmesser für den Fortgang der Geschäfte von Unternehmen, ging 2015 laut einer Publikation am Mittwoch um 1 Prozent auf 3,8 Milliarden Dollar zurück.

Das vierte Quartal des zurückliegenden Geschäftsjahres war insgesamt für den Konzern sehr schwierig. So sank der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11 Prozent auf 9,2 Milliarden Dollar. Selbst auf vergleichbarer Basis ging es um 1 Prozent zurück. Der Quartalsgewinn reduzierte sich um 70 Prozent auf 204 Millionen Dollar. Von Oktober bis Dezember sind allein für Restrukturierung rund 500 Millionen Dollar angefallen.

ABB hat für das Jahr 2015 zwei der fünf selbstgesteckten Ziele nicht erreicht. So peilte das Unternehmen ursprünglich ein Wachstum auf vergleichbarer Basis zwischen 3 und 6 Prozent an. Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es aber nur ein Nullwachstum. Bereits im September 2015 hatte das Management dieses Mittelfristziel nach unten angepasst, allerdings konnte 2015 somit nicht einmal dieses verringerte Anspruchsniveau erreicht werden.

Das zweite Ziel, das nicht erfüllt wurde, war die operative Gewinnsteigerung je Aktie, die zwischen 10 und 15 Prozent liegen sollte, aber 2015 nur bei 5 Prozent zu erliegen kam.

Trotz alldem schlägt das Management der Generalversammlung vom 21. April 2016 eine Dividendenerhöhung um 2 Rappen auf 0.74 Franken je Aktie vor. Laut Konzernangaben ist dies demnach die siebte Dividendenerhöhung in Folge.

Gleichzeitig mit der Bekanntgabe der Jahresergebnisse teilte ABB mit, dass vier neue Verwaltungsräte der Generalversammlung zur Wahl vorgeschlagen werden. Dabei handelt es sich um Frederico Fleury Curado, Robyn Denholm, David Meline und Satish Pai. Das langjährige Mitglied des Verwaltungsrates, Roger Agnelli, stehe laut Konzernangaben nicht mehr zur Wiederwahl. (sda)

Publiziert am 03.02.2016 | Aktualisiert am 23.04.2016
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3 Kommentare
  • Fritz  Blasimann 03.02.2016
    da machen die 2 Milliarden Gewinn und motzen auch noch. Typische Manager und Eliten Krankheit. Unglaublich. Bezahlt doch mal die untersten Lohnempfänger anständig. Dann ist der Gewinn bloss noch 1 Milliarde, aber vielen Leuten wär geholfen. Die Gier von Aktionären ist riesig, dafür lässt sich wohl mittlerweile jeder Manager "prostituieren".
  • Hermann  Kuch aus Uznach
    03.02.2016
    Ach mit tut die ABB schon sehr leid, nur noch lumpige 2 Milliarden Gewinn. Kann man sie jetzt vielleicht günstig kaufe ??
  • Adrian  Niederberger 03.02.2016
    Nur noch 2 Mrd Gewinn... Das Management wir ja wohl nun so kreative und notwendige Massnahmen wie Stellenabbau und -verlagerung ins Ausland vornehmen!!