Tasse Kaffee bald 7 Franken?

  • Publiziert: 03.12.2007, Aktualisiert: 03.01.2012
play Schon wieder teurer: unsere heiss geliebte Tasse Kaffee. (Keystone)

ZÜRICH – Die schlechte Nachricht: Kaffee wird teurer. Die noch schlechtere: Die Cafetiers verpennen neue Konsumtrends!

Die Kaffeeliebhaber werden auch nächstes Jahr tiefer in die Tasche greifen müssen. Eine Tasse Cafe crème wird in der Deutschschweiz 20 bis 40 Rappen teurer. An einigen hübschen Plätzchen in Zürich dürfen wir dann bald 7 Franken für einen Kaffee hinblättren.

Und was ist die Begründung? Rohstoffe seien teurer geworden, Löhne seien gestiegen: Deswegen ist der höhere Preis für Hans-Peter Oettli, Zentralpräsident des SCV (Schweizer Cafetier Verbands), gerechtfertigt: Ein Aufpreis zwischen fünf und acht Prozent ist zu erwarten. Das macht 20 bis 40 Rappen pro Tasse.

Aber das müsste nicht sein. Es ginge auch anders. Wenn nämlich unsere Cafetiers die neuen Konsumtrends nicht verpennen würden. Verbands-Boss Oettl denkt an ausländische Preismodelle. So sei es unter anderem in Italien gang und gäbe, Getränke und Speisen, die stehend an der Bar eingenommen werden, günstiger anzubieten. Es sei verwunderlich, dass dies in der Schweiz nur ganz wenige Betriebe anböten. Zumal das den riesigen Vorteil hätte, Mitarbeiter zu sparen!

Oettli hat noch einen weiteren Vorschlag. Der Kaffeepreis sollte nach der Menge bemessen werden. Somit wäre ein Ristretto am günstigsten, während ein speziell grosser Latte Macchiato entsprechend teurer wäre.

Schreiben Sie uns: Was sagen Sie zu höheren Kaffeepreissen im nächsten Jahr? (AP/snx)

Die Zahl zum Thema:1063

Im Jahr 2006 trank ein Schweizer durchschnittlich 1063 Tassen Kaffee, mehr als etwa die Deutschen, Italiener oder Amerikaner, aber weniger als Finnen, Norweger oder Schweden. (AP)

Verpisste Toiletten an der Euro 08?

Mit gemischten Gefühlen schauen die Cafetiers der Euro 08 entgegen. Einerseits befürchten die von den Fan-Meilen entfernten Betriebe eine Umsatzflaute, wie SCV-Geschäftsführerin Johanna Bartholdi sagte. Andererseits könnten sich zwar die Betriebe innerhalb dieser Zonen auf einen Zustrom freuen, doch hegten sie auch grösste Bedenken über das Verhalten der Fussballfans. Sie schlug unter anderem vor, die Toiletten der Cafes vermehrt zu überwachen und zu reinigen, für deren Benützung aber auch eine Gebühr zu verlangen. (AP)

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