Szenario 3: Pessimistisch - Sinkflug geht weiter

  • Aktualisiert am 03.01.2012

«Gute Stimmung zu verbreiten, ist das günstigste Konjunkturprogramm», sagt Philipp Jaeggle. Doch was passiert, wenn sich die leicht positiven Prognosen als Schönfärbereien entpuppen?

Völlig aus der Luft gegriffen, ist diese Sichtweise nicht. Denn die Lage ist nach wie vor unübersichtlich. Die Banken – so scheint es – haben vorerst zwar das Schlimmste überstanden. Doch wegen der Wirtschaftskrise drohen ihnen Kreditausfälle bei Privaten und Firmen. Das führt zu weiteren Abschreibern.

In den USA wackelt der Autoriese General Motors. Wird er Ende Mai in den Konkurs geschickt, könnte das stärker auf die Wirtschaft durchschlagen, als man bis jetzt annimmt.

Ein weiterer Faktor sind die steigenden Arbeitslosenzahlen. Das wirkt sich immer mit Verzögerung auf die Wirtschaft aus. Die betroffenen Leute verlieren Kaufkraft, die Firmen machen noch weniger Umsätze. Die Abwärtsspirale dreht sich weiter.

Treten mehrere solcher Ereignisse gemeinsam auf und erweist sich die anbrechende Zuversicht als falsch, entsteht ein neuer Abwärtssog. Die ganz pessimistischen Prognostiker schätzen, dass sich die Börsenstände nochmals halbieren werden. Doch Pessimisten haben im Moment keine Hochkonjunktur.

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