Swissmem-Präsident Hans Hess fordert: «Verzicht auf Lohnsteigerungen»

BERN - Swissmem-Präsident Hans Hess spricht sich angesichts des internationalen Wettbewerbs gegen höhere Löhne in der Schweiz aus. «Wir sollten die Löhne auf dem heutigen Niveau halten», so Hess.

Swissmem-Präsident Hess an einer Medienkonferenz seines Verbandes: Hess lehnt Lohnsteigerungen ab, weil die Schweiz nach seiner Einschätzung sonst international an Konkurrenzfähigkeit einbüsst. (Archivbild) play
Swissmem-Präsident Hess an einer Medienkonferenz seines Verbandes: Hess lehnt Lohnsteigerungen ab, weil die Schweiz nach seiner Einschätzung sonst international an Konkurrenzfähigkeit einbüsst. (Archivbild) KEYSTONE/ANTHONY ANEX

Top 3

1 Kampf der Handy-Bezahlsysteme Twint gewinnt
2 Missstände bei Subway Razzia beim Sandwich-Sikh
3 Erstmals mit Schweizerkreuz So sieht der neue Swiss-Flüsterjet mit...

Wirtschaft

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
26 shares
27 Kommentare
Fehler
Melden

«Unsere Preise und Löhne dürfen gegenüber dem Ausland nicht noch mehr zunehmen», sagte Hess. Ansonsten griffen ausländische Konkurrenten die Firmen und Jobs in der Schweiz noch härter an. Hess lehnt aber auch tiefere Löhne ab, weil dies für niedrigere Lohnklassen aus seiner Sicht nicht zumutbar wäre. Die Inflation sollte Hess' Ansicht nach ebenfalls stabil bleiben, so der Swissmem-Präsident gegenüber der «Schweiz am Sonntag».


Diese Stabilität bei Löhnen und Preise «sollten wir einige Jahre diszipliniert durchhalten, damit unsere Lohnkosten international wieder wettbewerbsfähig werden.» Falls die Lohnkosten in China und Osteuropa weiter stiegen, werde so die Differenz zur Schweiz rasch deutlich kleiner.

So könne die Schweiz «ohne Einschnitt» konkurrenzfähig werden bei den Löhnen und damit Jobs sichern. «Ich versuche, unseren Sozialpartnern diese Strategie zu erklären», sagte Hess weiter. 

Swissmem ist der Verband der Schweizerischen Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie sowie verwandter technologieorientierter Branchen. (SDA)

Publiziert am 17.01.2016 | Aktualisiert am 17.01.2016
teilen
teilen
26 shares
27 Kommentare
Fehler
Melden

27 Kommentare
  • Giovanni  Boccacchio aus Zürich
    18.01.2016
    Grossverdiener und Grossmaul Hess: explodierende KK-Prämien sind ja kein Problem. Mit 61 hat er keine Unterstützungspflichen mehr. Der Zeitpunkt der GE-Entlassungswelle ist perfekt gewählt. Soll er sich im sozialistischen D ofer F umschauen, was billiger: Entlassenen erhalt anls Abganbgsentschädigungen 2 Jahreslöhne etc. Solche Tpen sind keine Wirtschaftsführer, sondern Arbeitnehmer-in-die-Pfanne-Hauer. Wäre Jean-Noël Rey selig an dessen Stelle, wäre ein Macher am Ruder, kein Schwätzer
  • Fridolin  Glarner-Walker aus Genf
    18.01.2016
    Die tiefsten Löhne stagnieren seit 2006, die tiefen und mittleren Reallöhne sind zwischen 1994 und 2012 um 14-18 Prozent angestiegen, bei den Top 10 Prozent hat der Reallohn um 41 Prozent zugenommen und das höchste Prozent hat sich sogar mehr als verdoppelt. Anstatt alle Löhne auf heutigem Niveau zu halten, müsste somit nicht zuerst mal eine Korrektur in umgekehrter Reihenfolge stattfinden?
  • Alexander  Romero aus Zürich
    17.01.2016
    Bitte nicht jammern! Dass es keine Lohnerhöhungen für euch gibt ist nur gut und rechtens. Ihr wolltet es so. Ihr habt die 1:12 Initiative und Mindestlöhne abgelehnt. Wer ständig der Wirtschaft hinterher schleimt geschieht ihm recht wenn er selbst kürzer tritt. Ja schleimen zahlt sich weniger aus, als sich in der Gewerkschaft zusammenzutun und streiken oder die Firma stürmen und abfackeln.
  • Werner  Kestenholz aus Oberwil
    17.01.2016
    Die Industriellen CEOs sollen doc h zuerst auf einen Grossteil ihres Lohnes verzichten, bevor sie alle Angestellten zur Kasse bitten, bzw., sie denen ihren Lohn für Jahre einfrieren. Die spinnen doch diese Industriellen!
  • Peter  Schwery 17.01.2016
    wer das Ranking der Lebenskosten durchschaut.... es wurde davon ausgegangen; New York 100 Pkte./ Schweiz 120....... Italien 48 , Deutschland 46, Frankreich 44... unsere Nachbarländer haben zwar tiefere Löhne , die Kosten um das einfache Leben zu erleben sind da ca. 3x tiefer. Also sagen unsere hohen Löhne wenig aus über die Kaufkraft derselben. Hochpreisinsel CH für ..... nur interessant für HochLohn Empfänger.