Swiss Re will Twitter-Daten Online-Hater haben eher einen Herzinfarkt

Der Rückversicherer Swiss Re liebäugelt mit der Auswertung der Twitter-Timeline. Die Nutzung von Schlüsselwörtern könne Hinweise auf das gesundheitliche Risiko des Kunden geben, heisst es.

Swiss Re will Twitter-Daten: Online-Haters haben eher Herzinfarkt play
Der Rückversicherer Swiss Re prüft, sich die Daten auf Twitter und Co. sich zu Nutze zu machen. STEFFEN SCHMIDT

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Rückversicherer, die Versicherer der Versicherer, tüfteln an neuen Wegen der Risikoeinschätzung. Zum Beispiel: die Nutzung digitaler Daten aus sozialen Medien wie Twitter. «Das sind die neuen Datenquellen in der Risikobeurteilung», sagt Matthias Weber, Chef der Risikoanalyse beim Schweizer Rückversicherer Swiss Re.

Swiss Re will Twitter-Daten: Online-Haters haben eher Herzinfarkt play
Herztwitter (Symbolbild). EPA/BAS CZERWINSKI

Seine Begeisterung hat laut der «Süddeutschen Zeitung» diesen Grund: Eine Studie der Universität von Pennsylvania hat herausgefunden, dass eine enge Beziehung zwischen der Verwendung bestimmter f-Wörter auf der Twitter-Timeline und dem Risiko von Herzinfarkten besteht.

«Wer oft Wörter wie wunderbar, Freunde oder gute Gelegenheit schreibt, erkrankt seltener als jemand, der oft Schimpfwörter benutzt, die mit F anfangen«, sagt Weber am aktuellen Branchentreffen in Monte Carlo vor Medien.

Twitter-Geschichte vor Versicherungskauf prüfen?

Laut der Studie ist die Korrelation viel stärker als zwischen Rauchen, Diabetes oder Übergewicht. Swiss Re unterhält zwei Technologiezentren in London und Boston, «da geht es uns genau darum, solche Beziehungen für die Versicherung nutzbar zu machen», sagt Weber.

Werten Versicherer künftig die Twitter-Timeline aus bevor sie eine Lebensversicherung verkaufen? Wer ein hohes Risiko hat, zahlt mehr oder wird nicht versichert? Ist das nicht unethisch, Tweets für Versicherungszwecke mitzulesen?

Laut dem Bericht in der «Süddeutschen Zeitung» krebste der Swiss-Re-Manager dann doch ein wenig zurück. «Ich wollte nur die Möglichkeiten aufzeigen», sagt Weber. Noch forsche Swiss Re nicht selbst an einem solchen Programm der Risikoeinschätzung. Fakt ist aber: Auch die Versicherer werden sich auf kurz oder lang die Datenmengen auf sozialen Medien nutzbar machen. (uro)

Publiziert am 13.09.2016 | Aktualisiert am 13.09.2016
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7 Kommentare
  • Claudio  Hammer aus Zürich
    13.09.2016
    Da muss die SVP aufpassen, deren Anhänger haben tendenziell eine überdurchschnittliche Affinität zu Online-Hatertum und Wutbürgertum. Habs selber erlebt bei meinem Vater war auch SVP-Wähler und konnte sich manchmal furchtbar aufregen über die Linken, die Moslems, den BR etc. und diesen Frühling ist er unerwartet an einem Herzversagen gestorben - mit 81 - aber er war sonst bis zuletzt ziemlich fit und aktiv (Harley-Fahrer, viele Reisen, Musik gemacht etc etc).
    Könnte was dran sein an der Studie!
  • Thomas  Minder 13.09.2016
    Ist doch besser wenn man mal etwas rauslässt als alles in sich hinein zu fressen, mir gehts danach meistens deutlich besser.
  • Thomas  Hager aus Luzern
    13.09.2016
    Das ist ausgleichende Gerechtigkeit, wer mit seinen Wutkommentaren die Atmosphäre vergiftet stirbt früher dafür ist er länger Tot.
  • Fridli  Rene aus Rotkreuz
    13.09.2016
    Nix neues. Wer sich häufig nervt stirb früher. Wer unzufrieden ist sowieso. Ob man sich jetzt in der Stammbeiz ständig aufregt oder via Twitter macht wohl kaum einen Unterschied. (finds aber ein bisschen krass, wenn die anfangen uns via Twitter auszuspionieren.)
  • Böser  Joe aus St. Gallen
    13.09.2016
    Ja der unbescholtene Bürger braucht keine Angst zu haben wen alle Daten von ihm bekannt sind oder doch?
    Big Data, schöne neue gläserne Zukunft.
    ich wehre mich so gut als möglich dagegen.
    wer macht mit?