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Neue Gebühr bei Swiss: Wer am Notausgang sitzt, soll mehr bezahlen. (Keystone)
KLOTEN - Bei Billigfliegern abgeschaut: Wer mehr zahlt, darf bald auch bei der Swiss am Notausgang sitzen.
Wenn es darum geht, pro Sitzplatz am meisten Profit herauszuholen, sind die Airlines äusserst erfinderisch.
Angefangen bei der Ticketbuchung. Über verärgerte Kunden, denen die Swiss gleich mehrfach Gebühren abkassierte als sie mehrere Tickets auf einen Rutsch per Kreditkarte zahlten, berichtete BLICK in der letzten Woche.
Jetzt wird bekannt: Notausgangs-Sitze in Swiss-Flugzeugen sollen teurer werden. Die Airline will für diese Sitze mit grösserer Beinfreiheit künftig eine Extra-Gebühr verlangen, berichtet die «SonntagsZeitung». Auch andere Fluggesellschaften verkauften Sitze mit mehr Beinfreiheit teurer, begründet eine Swiss-Sprecherin.
Die Idee dazu kam wohl aus dem Mutter-Konzern. Denn sitzplatzgenau buchen können Kunden bereits bei Germanwings. Der Billigflieger ist wie die Swiss eine Tochter des deutschen Lufthansa-Konzerns. Für einen Aufpreis kann man bei Germanwings fast jeden Sitz wählen.
Ein weiterer Billiganbieter fliegt darauf ab: Easyjet testet zurzeit die sitzgenaue Reservation gegen Aufpreis – offenbar mit Erfolg. «Der definitive Entscheid fällt in den nächsten Wochen», sagt Chefin Carolyn McCall der Zeitung «Sonntag». Sie weiss: «Die Einführung im ganzen Netz würde uns noch attraktiver machen.»
Billigflieger wie Easyjet zwingen die Airlines zum Preiskampf. Im Zuge des im Frühjahr angekündigten Sparprogramms der Lufthansa soll die Swiss dem Mutter-Konzern 100 Millionen Franken beisteuern. Und der Fluggast hilft dabei.
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